Jobangst senkt den Krankenstand in Deutschland

Arbeiten mit Erkrankung birgt Risiken

„Einen Rekordtiefstand seit Einführung der Krankenstand-Statistik im Jahr
1970 meldete das Bundesministerium für Gesundheit Anfang letzter Woche. Danach lag im ersten Halbjahr 2009 der Krankenstand in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) durchschnittlich bei 3,24 Prozent. Die Meldung löste eine rege Diskussion um den Gesundheitszustand der Beschäftigten in Deutschland aus, obwohl sich mit diesen Zahlen keine Ursachenforschung betreiben lässt. Dabei wurde auch das Phänomen des Präsentismus genannt. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fasst die Erkenntnisse zum Präsentismus zusammen und weist auf Risiken hin. Präsentismus bezeichnet ein Verhalten, bei dem Beschäftigte krank zur Arbeit gehen. Folglich können aus dem Rückgang der Fehlzeiten keine Schlüsse auf den tatsächlichen Gesundheitszustand der Beschäftigten gezogen werden. Vielmehr kann Präsentismus die Unternehmen und die Sozialversicherungen langfristig teuer zu stehen kommen…“ Pressemitteilung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin vom 24.07.2009 //idw-online.de/pages/de/news327249


TK-Gesundheitsreport 2009: Deutlich höhere Fehlzeiten bei Zeitarbeitern

„Beschäftigte in Zeitarbeit sind mit durchschnittlich 14,7 Fehltagen im Jahr 2008 vier Tage mehr krankgeschrieben als Beschäftigte in anderen Branchen. Der Krankenstand in der Zeitarbeitsbranche liegt bei 4 Prozent und damit 1,1 Prozentpunkte höher als im Bundesdurchschnitt. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport hervor, den die Techniker Krankenkasse (TK) heute zusammen mit dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) vorgestellt hat. Danach sind Zeitarbeiter nahezu von allen Diagnosen häufiger betroffen als Beschäftigte in anderen Branchen, besonders groß sind die Unterschiede in den Bereichen Muskel-Skelett-Erkrankungen (plus 60 Prozent), Verletzungen (plus 64 Prozent), Atemwegserkrankungen (plus 23 Prozent) und psychischer Beschwerden (plus 34 Prozent)…“ TK-Pressemitteilung vom 23. Juni 2009 //www.tk-online.de/tk/pressemitteilungen/gesundheit-und-service/167730

Der vollständige TK-Gesundheitsreport 2009 (pdf) //www.tk-online.de/centaurus/servlet/contentblob/157354/Datei/19396/Gesundheitsreport-8.pdf


Aus: LabourNet, 5. August 2009

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Fehltage: Jobangst senkt den Krankenstand in Deutschland

„Aus Angst vor Arbeitsplatz-Verlust melden sich die Deutschen immer seltener krank. Mittlerweile ist die Zahl der Fehltage auf den drittniedrigsten Stand seit 1970 gefallen. Die Arbeitnehmer fehlten von Januar bis September rund 3,25 Prozent der Sollarbeitszeit. Bestimmte Erkrankungen nehmen stark zu…“ Artikel von Christoph B. Schiltz in Die Welt vom 12. Oktober 2009 //www.welt.de/wirtschaft/article4814771/Jobangst-senkt-den-Krankenstand-in-Deutschland.html


Aus: LabourNet, 13. Oktober 2009

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Mehr als zwei Drittel gehen auch krank zur Arbeit

„Viele Bundesbürger schleppen sich krank zur Arbeit. Gleichzeitig sind aber auch die Fehlzeiten wegen Krankheit leicht gestiegen. Beschäftigte leiden dabei in steigendem Maß unter oft langwierigen psychischen Krankheiten, wie aus dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Fehlzeiten-Report 2009 des wissenschaftlichen Instituts der AOK hervorgeht. Mehr als 71 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland sind binnen eines Jahres mindestens einmal krank zur Arbeit gegangen. Rund 30 Prozent erschienen sogar gegen den ausdrücklichen Rat ihres Arztes am Arbeitsplatz. Arbeitsplatzabbau, steigender Druck im Betrieb, die Wirtschaftskrise aber auch steigende Verantwortung in kleineren Teams seien die Hauptgründe, sagte der Vize-Geschäftsführer des Instituts, Helmut Schröder, in Berlin. Zentrale Motive für krank zur Arbeit gehende Beschäftigte sind der Studie zufolge bei rund 30 Prozent, dass andernfalls zuviel Arbeit liegen bleibt. Rund 20 Prozent gaben Angst vor Arbeitsplatzverlust an. Jeder Zehnte wollte Ärger mit Kollegen vermeiden. Repräsentativ befragt wurden von einem Umfragezentrum der Universität Duisburg/Essen rund 2000 gesetzlich versicherte Arbeitnehmer. Spürbare Belastungen gibt es laut Studie für die Beschäftigten, wenn sie ihren Arbeitsplatz als unsicher empfinden. Dann sind der Studie zufolge 25,5 Prozent von «täglicher Traurigkeit» betroffen, aber nur 18,5 Prozent bei Menschen ohne Jobunsicherheit…“ Pressemitteilung vom 05.11.2009 //www.krankenkassen.de/dpa/162073.html


Aus: LabourNet, 12. November 2009

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Studie: Jede zehnte Krankschreibung wegen psychischer Probleme

„Depressionen, Burn-out, Angstzustände - laut einer Studie ist jede zehnte Krankschreibung in Deutschland auf psychische Probleme zurückzuführen. Auch die Dauer der Fehlzeiten steigt. Besonders gefährdet sind Arbeitnehmer im Dienstleistungssektor…“ Artikel im Spiegel online vom
23.03.2010 //www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,685326,00.html

Siehe dazu:

Komplexe Abhängigkeiten machen psychisch krank. BPtK-Studie zu psychischen Belastungen in der modernen Arbeitswelt

„Deutsche Arbeitnehmer sind immer häufiger aufgrund von psychischen Erkrankungen arbeitsunfähig. Knapp elf Prozent aller Fehltage gingen 2008 auf psychische Erkrankungen zurück. Seit 1990 haben sich diese Krankschreibungen fast verdoppelt. Psychische Erkrankungen verursachen überdurchschnittlich lange Fehlzeiten in den Betrieben: bei AOK-Versicherten durchschnittlich ca. drei Wochen, bei DAK-Versicherten vier Wochen und bei BARMER-Versicherten sogar rund fünfeinhalb Wochen pro Krankschreibung. Dies ergibt eine Übersichtsstudie der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), die die Gesundheitsreporte der gesetzlichen Krankenkassen auswertet…“ Pressemitteilung vom 23.03.2010: //www.bptk.de/show/3445401.html


DAK-Gesundheitsreport 2010: Schlafstörungen nehmen zu

„Die zunehmenden Belastungen am Arbeitsplatz führen zu nicht zu unterschätzenden Stress-Symptomen, die mittel- bis langfristig Krankheiten verursachen können. Dazu zählen neben Bluthochdruck, Depressionen und Rückenschmerzen auch Schlafstörungen. Wie die Analysen der Krankmeldungen zeigen, ist die Erkrankungshäufigkeit aufgrund von Ein- und Durchschlafstörungen zwischen 2005 und 2009 um 61 Prozent gestiegen…“ Pressemitteilung ohne Datum //www.dak.de/content/dakprfirmenservice/schlafstoerungen_nehmen_zu.html


Aus: LabourNet, 24. März 2010

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TK: Krankenstand wie vor zehn Jahren, aber 40 Prozent mehr psychische Störungen – Die Pop up-Arbeitswelt raubt den letzten Nerv

„Obwohl der Krankenstand mittlerweile mit 3,3 Prozent wieder das Niveau von vor zehn Jahren erreicht hat, haben die psychisch bedingten Krankschreibungen bei Deutschlands Erwerbspersonen im selben Zeitraum um fast 40 Prozent zugenommen. Dies geht aus dem Gesundheitsreport hervor, den die Techniker Krankenkasse (TK) heute in Berlin vorgestellt hat. Erstmals hat die Krankenkasse dabei nicht nur die Daten zu Krankschreibungen und Arzneiverordnungen des vergangenen Jahres analysiert, sondern die Entwicklungen einer ganzen Dekade betrachtet…“ Pressemitteilung vom 27. Mai 2010 //www.tk-online.de/tk/pressemitteilungen/gesundheit-und-service/223190

Siehe dazu:

Gesundheit: Arbeit geht an die Nerven

„In den vergangenen zehn Jahren ist die Anzahl psychisch bedingter Krankschreibungen um fast 40 Prozent gestiegen, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) am Donnerstag in Berlin mit. „Von den gut zwölf Tagen, die jeder im vergangenen Jahr krank geschrieben war, waren 1,6 Tage psychisch bedingt“, berichtete Thomas Grobe vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsforschung in Hannover, der den Gesundheitsreport für die TK erstellt hat. Damit sind psychische Störungen nach Atemproblemen wie Bronchitis und Muskel- und Skeletterkrankungen wie Bandscheibenvorfälle inzwischen der dritthäufigste Grund für Fehlzeiten. „Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt immer mehr“, sagte TK-Chef Norbert Klusen. Dank Handy und Notebook seien Arbeitnehmer mittlerweile rund um die Uhr und an fast jedem Ort erreichbar. „Unsere Arbeitswelt ist schneller geworden“, kritisierte Klusen. „Das geht an die Nerven“. Aber auch befristete Arbeitsverhältnisse und unsichere Beschäftigungsverhältnisse würden zu psychischen Probleme führen. Die Angst um den Arbeitsplatz macht krank, sie verhindert aber – anders als früher – nicht, dass Arbeitnehmer sich den gelben Schein vom Arzt holen. Im vergangenen Jahr fehlten die TK-Versicherten im Schnitt 12,39 Tage, deutlich mehr als im Vorjahr (11,57) und 2007 (11,2 Tage)…“ Artikel von Heike Jahberg im Tagesspiegel vom 27.05.2010 //www.tagesspiegel.de/wirtschaft/arbeit-geht-an-die-nerven/1846838.html;jsessionid=F8EAB85FFAEB24465806B9C64F8B3DA6


Gesundheit: Moderne Arbeitswelt geht den Deutschen auf die Nerven

„Der Krankenstand sinkt auf das Niveau von 2000. Doch Ärzte verschreiben mehr Psychopharmaka, zudem steigen die Fehlzeiten wegen seelischer Leiden dramtatisch. Und selbst Erwerbslose leiden unter dem Druck auf dem Arbeitsmarkt…“ Artikel in FDT vom 27.05.2010 //www.ftd.de/wissen/mensch/:gesundheit-moderne-arbeitswelt-geht-den-deutschen-auf-die-nerven/50119481.html


"Lebensqualität statt Maßlosigkeit"

Interview von Guntram Doelfs in Magazin Mitbestimmung 05/2010 mit Klaus Pickshaus, Gesundheitsexperte beim Vorstand der IG Metall, über psychische Belastungen als neues Top-Thema für Gewerkschaften und Betriebsräte //www.boeckler.de/107_105697.html

Siehe dazu auch “Psychische Belastungen. Die heimliche Gefahr im Betrieb“. Infos zum Schwerpunkt von Mitbestimmung Ausgabe 05/2010 //www.boeckler.de/163_105685.html


Die Barbarei des Normalzustands

„Suizid als Klassenkampf? Weil eine bestimmte chinesische Firma das iPad herstellt, fällt es auf, wenn sich ihre Mitarbeiter reihenweise in den Tod stürzen..“ Artikel von Marcus Hammerschmitt in telepolis vom 01.06.2010 //www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32733/1.html


Urteil: Wer krank wird, riskiert sein Weihnachtsgeld

„Eine Arbeitnehmerin hatte gleich doppelt Pech: Erst kämpfte sie mit gesundheitlichen Problemen, dann strich ihr der Chef auch noch das Weihnachtsgeld. Die Frau wehrte sich – vergebens…“ Meldung bei Fokus online vom 26.05.2010 zum Urteil von Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz Az.: 6 Sa 723/09 //www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/urteil-wer-krank-wird-riskiert-sein-weihnachtsgeld_aid_512322.html


Aus: LabourNet, 2. Juni 2010



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rudkla - 12. Jan, 05:14

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