Der Mindestlohn, Fluch oder Segen?

Jobkiller, Konjunkturbremse, Wirtschafts-, Verbraucher – und Arbeiterschädlicher Fehlgriff oder soziales Friedensinstrument?

Ein Dauerbrenner in der öffentlichen Auseinandersetzung um einen ordentlichen nationalen Niedriglohnsektor und die wenig besinnlichen Alternativen. Artikel in GegenStandpunkt 4-07 //www.gegenstandpunkt.com/gs/07/4/Mindestlohn.html


Mindestens ein satter Hungerlohn

Immer mehr Unternehmer entdecken die Vorteile, die gesetzlich geregelte Mindestlöhne für sie mit sich bringen können – wenn sie nur niedrig genug sind. Artikel von Lutz Getzschmann in der Jungle World vom 10. Januar 2008 //jungle-world.com/seiten/2008/02/11245.php


IG Metall : Mehr Eigeninitiative statt Mindestlohn ? - und ein Paradigmenwechsel bei der SPD - ein europäischer Blick

Kommentar von Volker Bahl vom 9.1.08 //www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/kombilohn/bahl.html

Es ist ein Kommentar zu: "Wir sind bei Mindestlöhnen zu zahm"

Der neue IG-Metall-Chef von Nordrhein-Westfalen, Oliver Burkhard, mahnt Gewerkschaften zu mehr Eigeninitiative - statt nach der Politik zu rufen. Interview von Eva Roth mit Oliver Burkhard in Frankfurter Rundschau vom 08.01.2008 //www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=1268093


Niedriglohn: wir haben jetzt schon genug Niedriglöhne!

Arbeiten für wenig Geld. Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland

„Seit Mitte der 1990er Jahre steigt die Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland sprunghaft an. Was sind die Triebkräfte dieser Entwicklung? Welche Arbeitsplätze sind besonders betroffen? Anhand der Beispiele Call Center, Einzelhandel, Ernährungsindustrie, Hotel und Krankenhaus verleihen die Autoren des Bandes der Niedriglohnarbeit in Deutschland ein Gesicht und zeigen, wo politischer Handlungsbedarf besteht, etwa die Einführung von Mindestlöhnen…“ Siehe zum von Gerhard Bosch und Claudia Weinkopf herausgegebenen Buch (Campus Verlag, 319 Seiten, EAN 9783593384290, Euro 34,90/SFR 59,00):

Informationen und Bestellmöglichkeit beim Verlag //www.campus.de/isbn/9783593384290

Inhaltsverzeichnis //www.campus.de/isbn/9783593384290/aggt/inhaltsverzeichnis

Einleitung der Herausgeber – exklusiv im LabourNet Germany (pdf) //www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/kombilohn/boschwein.pdf


Aus: LabourNet, 10. Januar 2008

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Mogelpackung Branchen-Mindestlohn

„Die Branchen-Mindestlöhne, mit denen die Union den allgemeinen Mindestlohn abwehren will, haben viel mehr Nachteile als eine flächendeckende Lösung - aber keinen der Vorteile, schreibt Handelsblatt-Korrespondent Norbert Häring in einem provokanten Essay..“ Essay von Norbert Häring im Handelsblatt vom 29. Januar 2008 //tinyurl.com/375cd3

Aus dem Text: „…Das Modell, das hier vertreten werden soll, ist das des großzügigen, aber auf dem strengen Subsidiaritätsprinzip beharrenden Sozialstaats. Das beinhaltet, dass alle, die arbeiten können, mit Hilfen, Anreizen und Druck dazu gebracht werden, soweit möglich selbst ihren Lebensunterhalt zu verdienen. (..) Ein Mindestlohn kann bei die Umsetzung des Subsidiaritätsprinzips beträchtlich erleichtern. Er kann klar stellen, was die Gesellschaft von denen erwartet, die Arbeitslosenunterstützung oder Sozialhilfe in Anspruch nehmen - und was nicht. Wenn klar ist, dass der Mindestlohn fünf, sechs oder sieben Euro beträgt, dann ist auch klar, dass niemand genötigt wird, für vier Euro je Stunde zu arbeiten, um legitim die Hilfe der Solidargemeinschaft in Anspruch nehmen zu können. Wenn der so präzisierte Anspruch der Gesellschaft auf Selbsthilfe durchgesetzt wird, steigt umgekehrt die Bereitschaft der Steuerzahler, Sozialleistungen zu finanzieren. Denn die meisten Menschen geben lieber, wenn sie einigermaßen sicher sind, dass der Empfänger bedürftig und nicht einfach Lebemänner oder Schwarzarbeiter sind. Auch Maßnahmen zur Flexibilisierung und Dynamisierung der Wirtschaftsstruktur werden leichter vertretbar und verdaubar, wenn ein Mindestlohn deutlich macht, dass Freigesetzte nicht ins Prekariat abgedrängt werden sollen. (…) Wie erklärt man den Leuten, dass sie sich nicht für acht Euro als Briefträger einstellen lassen dürfen, aber für fünf Euro bei einer Wachgesellschaft anheuern sollen, wenn sie ihre Hartz-IV-Ansprüche nicht verlieren wollen? Das geht schlicht und ergreifend nicht. Entsprechend tut das Konzept auch nichts, um Sozialhilfeempfänger vom Generalverdacht der Faulheit zu befreien…“


Mindestlöhne und Managergehälter. Warum verdienen Arbeiter so wenig und Manager so viel?

„Die gewaltige Kluft zwischen niedrigen Löhnen und „obszön“ hohen Managergehältern hält die Republik in Atem. Die Beschwerdeführer kommen aus den höchsten politischen Kreisen und heißen Köhler, Merkel, Beck oder ähnlich. Dieselben Figuren, die seit Jahren Lohnsenkungen auf breiter Front fordern und durchsetzen, entdecken plötzlich wenigstens ein halbes Herz für einen Mindestlohn und schimpfen auf die Gehälter von Managern. Was bezwecken sie damit?..“ Mitschnitt des Referats von Rolf Röhrig bei einer Diskussionsveranstaltung des Gegenstandpunkt-Verlages am 23.01.2008 in Regensburg //doku.argudiss.de/#230

Zitat zum Thema

„Neue Volksweisheit zum Mindestlohn. Anstelle eines gesetzlichen Mindestlohns übermittelt die Bundesregierung nach abschließender Debatte nachfolgend zum Trost eine Volksweisheit zum Auswendiglernen: Wer den Eurojob nicht ehrt, ist den Mindestlohn nicht wert!“


Aus: LabourNet, 29. Januar 2008

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Arbeiten am Existenzminimum
//www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27167/1.html



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