Zeitarbeit in Deutschland hat sich dynamisch entwickelt

Im internationalen Vergleich spielt die Beschäftigungsform jedoch eine untergeordnete Rolle - Ergebnisse einer Arbeitsmarkt-Studie der Bertelsmann Stiftung

„Die Zeitarbeit in Deutschland hat sich im letzten Jahrzehnt dynamisch entwickelt und zwischen 2000 und 2007 rund verdoppelt. Dennoch spielt diese Beschäftigungsform entgegen der öffentlichen Wahrnehmung immer noch eine untergeordnete Rolle. Der Anteil der Zeitarbeit an der aktiven Erwerbsbevölkerung liegt im internationalen Vergleich im hinteren Mittelfeld. Lediglich 1,6 Prozent aller geleisteten Arbeitsstunden sind nach den letzten verfügbaren Daten in Zeitarbeit erbracht worden. Das zeigt eine aktuelle Arbeitsmarkt-Studie zum internationalen Vergleich atypischer Beschäftigungsformen der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit…“ Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung vom 27.04.2010 //www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-B4839AB4-5C6C565D/bst/hs.xsl/nachrichten_100801.htm


Dort auch die Studie "Atypische Beschäftigung und Niedriglohnarbeit" (pdf) //www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_31235_31236_2.pdf


Befristete Verträge: Lebenslänglich Zeitarbeit

Die Chance von Zeitarbeitern auf eine dauerhafte Anstellung liegt bei nur sieben Prozent. Der Ausbruch aus dem System ist schwierig. Kommentar von Thomas Öchsner in Süddeutsche Zeitung vom 27.04.2010 //www.sueddeutsche.de/jobkarriere/524/509653/text/


„Heute fand zum zehnten Mal in der ARGE Mitte in Köln die „Markttage Zeitarbeit - eine Chance für sie!” statt. Bericht vom 28.04.2010 bei indymedia //de.indymedia.org/2010/04/279331.shtml


Welt-Erwerbslosen-Mahn-Tag 2. Mai: Am 1. Mai ist das Motto des DGB "Wir gehen vor! Und am 2. Mai die Erwerbslosen, " Wir bleiben zurück!"

„Am 2. Mai findet wieder der Erwerbslosen-Mahn-Tag gegen fünf nach 12 Uhr vor dem Rathaus in Münster statt. Aufstocker, Zeitarbeit, befristete Jobs, Praktika und Ein-€urojobber stehen mit Existenzminimum in der Armut. Bedarfsgemeinschaften werden durch die ARGE getriezt, Vollverdiener müssen ihren Urlaub genehmigen lassen, werden vorgeladen, werden Darlehen für ganz normale Familienfeiern versagt. Werden durch Psychoterror als "Kunden" letzter Klasse behandelt und so in die Armut getrieben. Andererseits arrangieren sich Arbeitslosenzentren mit der ARGE und werden finanziell ruhiggestellt…“ Aus dem Aufruf bei indymedia //de.indymedia.org/2010/04/279539.shtml


Aus: LabourNet, 3. Mai 2010

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IG Metall-Initiative gegen Leiharbeit: Initiative gleiche Arbeit – gleiches Geld

„Leiharbeit wird immer häufiger und massiver zu Lohndrückerei, zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und zur Verkleinerung von Stammbelegschaften missbraucht. Aus dem erhofften Klebeeffekt der Leiharbeit in feste Beschäftigungsverhältnisse ist ein Schleudersitz in Unsicherheit und Arbeitslosigkeit geworden. Leiharbeitnehmer und Leiharbeitnehmerinnen sind heute Beschäftigte zweiter Klasse, denen gleicher Lohn und gleichwertige Arbeitsbedingungen für gleiche Arbeit verweigert werden…“ Aus der Gründungserklärung der Initiative auf der Sonderseite der IG Metall //www.gleichearbeit-gleichesgeld.de/initiative/gruendungserklaerung/

Siehe dazu:

Entwicklung der Leiharbeit: Mehr Leiharbeit heißt mehr Unsicherheit

„Nach der Krise könnte es bis zu 2,5 Millionen Leiharbeiter in Deutschland geben. Das ergab eine Prognose der Bundesagentur für Arbeit. Für Arbeitnehmer bedeutet das immer mehr unsichere Jobs, für Unternehmen bedeutet das, dass sie weniger bezahlen und schneller feuern können. Deshalb hat die IG Metall die Initiative für faire Leiharbeit ins Leben gerufen..“ PM der IGM vom 05.05.2010 //www.igmetall.de/cps/rde/xchg/SID-0A456501-F526847A/internet/style.xsl/view_4490.htm


Ortstermin Das Monster Leiharbeit

„Moritz Honert trifft Norbert Blüm, Herbert Ehrenberg und irgendwie auch Walter Riester - ein Ortstermin mit zweieinhalb ehemaligen Arbeitsministern zum Thema Leiharbeit…“ Bericht von Moritz Honert im Tagesspiegel vom 05.05.2010 //www.tagesspiegel.de/wirtschaft/das-monster-leiharbeit/1814098.html


Anmerkung von WL in den Hinweisen des Tages der Nachdenkseiten vom 5. Mai 2010: „Ob es allerdings zur Glaubwürdigkeit dieser Initiative beiträgt, dass ausgerechnet Walter Riester als Schirmherr hinzugezogen wurde, ist unwahrscheinlich. Walter Riester hatte als Arbeitsminister die Kommission „Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“ eingesetzt, auf deren Grundlage dann nicht nur die Hartz-Gesetze durchgesetzt, sondern auch der Leiharbeit Tür und Tor geöffnet wurde; u.a. wurde auch das Prinzip der gleichen Bezahlung aufgegeben. Das Video-Statement von Riester ist auch dementsprechend wie Wackelpudding. Interessant ist, dass die Ausführungen von Herbert Ehrenberg, Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung a.D. (1976 – 1982), nicht als Video angeboten wurden. Im Radio habe ich gehört, wie massiv er Gerhard Schröder und Wolfgang Clement angegangen ist. Das scheint den Initiatoren wohl doch zu weit gegangen zu sein. Leider ist auch nicht zu erkennen, was nun aus dieser Initiative folgen soll.“ //www.nachdenkseiten.de/?p=5409#h13


Bock als Gärtner

Ehemaliger Arbeitsminister Walter Riester wird Schirmherr für neue IG-Metall-Kampagne gegen Leiharbeit. Keine konkreten Aktionen geplant. Artikelvon Johannes Schulten und Lukas Wolf in junge Welt vom 05.05.2010 //www.jungewelt.de/2010/05-05/058.php

Aus dem Text: „… Wer von der IG Metall allerdings die Ankündigung konkreter Aktionen gegen Leiharbeit erwartet hatte, wurde enttäuscht. Das Thema werde in Betriebsräten und ihren Organisationsbereichen »verstärkt beworben«, so Wetzel. Außerdem wolle man »auf jeden Fall« auf dem kommenden Gewerkschaftstag des DGB und dem ökumenischen Kirchentag Mitte Mai mit einem Stand vertreten sein. Ob sich Regierung und Unternehmer davon sonderlich beeindrucken lassen?“


06.05. Berlin: Aktionen gegen Zeitarbeit!

„Am Donnerstag, 6.Mai ist in Berlin ein Sklavenmarkt der besonderen Art geplant. Bei einem "Informationstag `Zeitarbeit´" wollen sich "etwa 20 namhafte Unternehmen der Branche präsentieren". Und das Amt verschickt Drohbriefe an "Arbeitslose" um genug Sklaven zur Auswahl vor Ort zu haben - Menschen die nicht kommen werden mit Sanktionen rechnen müssen…“ Artikel von Initiative gegen Zeitarbeit Berlin vom 05.05.2010 bei indymedia //de.indymedia.org/2010/05/280458.shtml


Aus: LabourNet, 6. Mai 2010

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4. Mai 2010

Leiharbeitssumpf endlich trocken legen

Als "unverantwortlich und destruktiv" kritisiert der stellvertretender Parteivorsitzender der LINKEN, Klaus Ernst, die massive Ausweitung von Leiharbeit nach der Krise. Zugleich lobte er die heute von der IG Metall gestartete "Initiative faire Leiharbeit". Es sei richtig, dass gerade jetzt die Gewerkschaften den Druck verstärkten. Ernst erklärt:

Während die Wirtschaft massiv auf Ausweitung von Leiharbeit setzt, bleibt die Bundesregierung untätig. Seit Wochen tönt Bundesarbeitsministerin von der Leyen, dass sie rigoros gegen den Missbrauch von Leiharbeit vorgehen wird. Passiert ist nichts. Damit wird der Missbrauch von Billig-Jobs, schlechten Arbeitsbedingungen und die Spaltung ganzer Belegschaften wissentlich von ihr in Kauf genommen. Frau von der Leyen bestätigt damit ihren Ruf als Ankündigungsministerin. Wenn vier von fünf Wahlberechtigten aller Parteien nach einer Umfrage der IG Metall Leiharbeit als moderne Form der Ausbietung beurteilen, dann ist das auch ein klares Signal gegen CDU und FDP für die Landtagswahlen in NRW. Der Leiharbeitssumpf muss endlich trocken gelegt werden. DIE LINKE fordert deshalb gleicher Lohn für gleiche Arbeit, mehr Mitbestimmungsrecht für Betriebsräte bei Leiharbeit sowie die Begrenzung der Überlassungshöchstdauer auf drei Monate.

//www.die-linke.de/nc/presse/presseerklaerungen/detail/artikel/leiharbeitssumpf-endlich-trocken-legen/



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