Bundesregierung in der Finanzkrise: auf Kurs in den Staatsbankrott

Deutsche Finanzpolitik: private Interessen rangieren vor dem Gemeinwohl
//www.meta-info.de/?site=metainfo&lid=32754

Bundesregierung: Nebelwerfer im Hochbetrieb
//www.meta-info.de/?site=metainfo&lid=32755

Staatsbankrott auch in Deutschland möglich
//www.meta-info.de/?site=metainfo&lid=32758

Staatliche Einlagengarantie ermöglicht Banken neue Spekulationsgeschäfte
//www.meta-info.de/?site=metainfo&lid=32759

Börsencrash: Krisentsunami verwüstet das westliche Finanzsystem
//www.meta-info.de/?site=metainfo&lid=32761

Finanzkrise: Bundesregierung setzt an zur Ausweitung der Katastrophe
//www.meta-info.de/?site=metainfo&lid=32766

Gigantischer Raub an den Bürgern durch Banken-"Rettungspaket"
//www.meta-info.de/?site=metainfo&lid=32769

Bankenrettungspaket zur Reparatur des globalen Casinos
//www.meta-info.de/?site=metainfo&lid=32771

Bankenrettung: Medien im Gleichschaltungsmodus
//www.meta-info.de/?site=metainfo&lid=32772

Auf unsere überforderte Bundesregierung sollten wir uns in der Finanzkrise besser nicht verlassen
//www.ftd.de/meinung/leitartikel/:Kolumne-Wolfgang-M%FCnchau-Retter-in-Not/423183.html

Die Finanzkrise und ihre Folgen: Sie werden weitermachen
//de.news.yahoo.com/ots/20081007/tbs-waz-die-finanzkrise-und-ihre-folgen-f79b6b2.html

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Privatbanken sollen Schrottpapiere aufkaufen

"Fehler von 1929 nicht wiederholen"

Nach Auffassung des wirtschaftspolitischen Sprechers der Linksfraktion, Herbert Schui, wurde die Weltwirtschaftskrise von 1929 durch eine restriktive Geld- und Ausgabenpolitik verursacht. "Diese Fehler dürfen in der aktuellen Krise nicht wiederholt werden", warnt der ehemalige Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität für Wirtschaft und Politik (HWP) in Hamburg. Die Europäische Zentralbank sei nun endlich aufgewacht und habe begonnen, die Zinsen zu senken. "Jetzt müssen die Staatsausgaben erhöht werden, um die Nachfrage zu stabilisieren", fordert Schui. Sonst breche die Konjunktur in Deutschland ein, wie auch die aktuelle Prognose des Internationalen Währungsfonds vorhersage. Um die Finanzkrise zu beherrschen, müsse ein Rettungsfonds geschaffen werden, der so genannte Schrottpapiere aufkaufe. "Dafür müssen die Privatbanken gemeinsam aufkommen", so Schui.

//www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?H=N&Nr=18740

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Schwarzer Montag, Schwarzer Dienstag, schwarzer ....

Alle Rettungsmaßnahmen schaffen es bislang nicht, die Finanzmärkte zu stabilisieren, wobei die Maßnahmen zum Teil auch immer skurriler werden.

//www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28877/1.html


»Naiv, vom baldigen Ende des Kapitalismus auszugehen««

Die weltweite Finanzkrise hat auch eine soziale Ursache: die Welt der Billiglöhne. Ein Gespräch mit Emiliano Brancaccio, Professor für Arbeitsökonomie an der Universität Sannio, Mitglied von Rifondazione Comunista und Berater der größten italienischen Metallarbeitergewerkschaft FIOM-CGIL. Interview von Waldemar Bolze in junge Welt vom 09.10.2008 //www.jungewelt.de/2008/10-09/036.php


Dabeisein war alles. Der globale Finanzkrach zerstört die "private Daseinsvorsorge"

„Allenthalben wird gerätselt über die Folgen des finanzkapitalistischen Flächenbrands, der selbst von Berufsoptimisten als "historisch" eingestuft wird. Dabei sind sie absehbar. Man kann nicht von einer "historischen" Krise sprechen und gleichzeitig so tun, als würde sich das Drama hauptsächlich im undurchsichtig verhangenen Finanzhimmel abspielen, ohne einschneidende Rückwirkungen auf die ganze Gesellschaft…“ Artikel von Robert Kurz in Freitag vom 9.10.08 //www.freitag.de/2008/41/08410604.php


Zerstört die Luftgebilde! Wieso Bankkonkurse eine gute Sache sind.

„Wie soll der Finanzmarktkrise begegnet werden? Die Antwort auf diese Frage ist politischer Natur. Es ist die Frage nach den Chancen und Risiken, die sich aus bestimmten Lösungsvorschlägen der Krise ergeben - müsste man meinen. Allerdings verlangt dies einen Diskurs, der sich mit möglichen Lösungen auseinandersetzt. Einen Diskurs gab es bisher nicht. Vielmehr wurde links (teilweise auch in der WOZ) wie rechts vorwiegend nachgeplappert, was in den Mainstreammedien zu lesen ist. Grundsätzlichen Fragen zum Finanzsektor geht man aus dem Weg. Die müssten aber gestellt werden, damit nicht eindimensionales Denken überhandnimmt…“ Kommentar von Wolfgang Hafner in der WoZ vom 9.10.08 //www.woz.ch/artikel/2008/nr41/wirtschaft/16951.html

Siehe dazu auch das WoZ-Dossier: «Finanzkapitalismus» //www.woz.ch/dossier/Kapitalismus.html

Video-Empfehlung zum Thema: Thomas Reis - Kapital und Banken //de.youtube.com/watch?v=4DwGtokgVDc

"Casino Crash" - Critical radical thinking on the financial crisis. Blog beim Transnational Institute (TNI) //blog.tni.org/


Aus: LabourNet, 9. Oktober 2008

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Wie die Finanzkrise das Kapital stärkt und die Arbeiterbewegung schwächt

„So sieht es im Moment zumindest aus. „Die «Notlage» der Spekulation wirkt für die Gesellschaft bedrohlicher als die Armut Not leidender Menschen“, fasste treffend am 09. Oktober Wolfgang Hafner in der WOZ den Umgang auch vieler sich „links“ verstehenden Kommentatoren mit der Finanzkrise zusammen. Tatsächlich sieht es im Moment so aus, als ob das Kapital gestärkt aus der Krise hervorgeht, während besonders die Menschen, welche nur ihre Arbeitskraft verkaufen können, die Überwindung der Finanzkrise mit verschärfter Ausbeutung und Repression bezahlen müssen. Während die herrschende Politik alles daran setzt, die Menschen für einen Verzicht zugunsten des Kapitals zu werben, betreibt die IG-Metall statt Interessenvertretung dezente Anpassung an die Wünsche des Kapitals. Dies ist jedoch kein Zufall. Viel zu wenig hat sich die Gewerkschaftsbewegung bisher konsequent an den Bedürfnissen des ärmsten Teils der Bevölkerung orientiert und sich statt dessen eher als unersetzbarer Teil eines Systems verstanden, welches nun bestrebt ist, bis an die Grenzen der freiwilligen Selbstaufgabe zu gehen…“ Kommentar von Armin Kammrad vom 12.10.2008 //www.labournet.de/diskussion/wipo/finanz/kammrad2.html

Aus dem Text: „…Deshalb wäre es umgekehrt eher angebracht, angesichts der Krisen des Finanzmarktes die ursprüngliche Forderung zu erhöhen (z.B. zu verdoppeln). Zugegeben – solch ein Schritt ist leider hier im Land bei vielen abhängig Beschäftigten nicht gerade populär. Dies ändert jedoch nichts an der wirtschaftlichen Funktion möglichst hoher Löhne. Berthold Huber mag der herrschenden Wirtschaftslehre noch so viel an Widerwillen entgegenbringen und den Eindruck haben: "Diese Zunft ist versaut ohne Ende. Sie hat keine kritische Substanz. Das sind die Schlechtredner der Nation, die sich immer auf der sicheren Seite fühlen". Der erste Schritt zur Besserung sollte sein, dieser Zunft ganz konsequent jegliche Gefolgschaft theoretisch wie vor allem praktisch zu verweigern…“


Weltwirtschaftskrise 2.0 oder der Zusammenbruch des neoliberalen Finanzkapitalismus

Artikel von Joachim Hirsch vom Oktober 2008 //www.links-netz.de/K_texte/K_hirsch_finanzkrise.html

Aus dem Text: „…Um die Krise zu bewältigen, steht jetzt die „Re-Regulierung“ der Wirtschaft auf der politischen Tagesordnung. Sie wird darin bestehen, dass der staatsmonopolistische Kapitalismus, die enge Verbindung von Staat und Kapital zwecks Sicherung des Profits weiter ausgebaut wird und festere institutionelle Strukturen bekommt. (…) Schon jetzt wird die Krise dazu benutzt, den Leuten einzureden, dass sie den Gürtel künftig noch enger zu schnallen haben. Darauf sollte man nicht hereinfallen, sondern darüber nachdenken, dass das bestehende Wirtschafts- und Gesellschaftssystem abgeschafft statt wieder einmal nur notdürftig repariert werden sollte. Die Alternative zum Neoliberalismus ist nicht, wie es jetzt allenthalben herbeigeredet wird, ein „moralischer“ und „verantwortlicher“ Kapitalismus. Das ist ein Widerspruch in sich.“


Ende des Neoliberalismus? Und die Linke?

Artikel von Rainer Rilling in Arbeit & Kapital vom 11.10.2008 //www.linksnet.de/linkslog/index.php?itemid=688


Attac mobilisiert für breite Bewegung gegen Finanzmarktkapitalismus. Zum Auftakt Protestkundgebung am 30. Oktober in Berlin

Presseerklärung von Attac Deutschland vom 12.10.08
//npo-press.net/nachrichten/52-presseticker/964-attac-mobilisiert-fuer-breite-bewegung-gegen-finanzmarktkapitalismus.html

Siehe dazu: Attac: Vorschläge zur Reparatur des kapitalistischen Desasters

Kommentar von Peter Lenz in Arbeitermacht-Infomail vom 10. Oktober 2008 //www.arbeitermacht.de/infomail/386/attac.htm


Was der Kollaps des Finanzsystems über den Reichtum der kapitalistischen Nationen lehrt (Teil 1)

Skript der Sendung von GegenStandpunkt – Kein Kommentar - im Freien Radio für Stuttgart vom 8. Oktober 2008 //frs.kumbi.org/plus/keinkomment/index.php?artikel=081008.htm


Bankenkrise, das neue Brettspiel

extra3 –Video //de.youtube.com/watch?v=MRRWHSY7ZwI&feature=related


Aus: LabourNet, 13. Oktober 2008

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Maßnahmepaket zur Stabilisierung der Finanzmärkte oder nur zur Rettung der Finanzinstitute, die sich verzockt haben

„Die Bundesregierung hat heute ein „Gesetz zur Umsetzung eines Maßnahmenpakets zur Stabilisierung des Finanzmarktes auf den Weg gebracht. Darin sind 400 Milliarden Euro als Garantie für sog. Refinanzierungsinstrumente vorgesehen. 80 Milliarden Euro sollen der Rekapitalisierung und der Risikoübernahme durch den Erwerb von problematischen Forderungen von Finanzunternehmen dienen. Schließlich soll noch ein Finanzmarktstabilisierungsfonds mit einem Volumen von maximal 100 Milliarden Euro eingerichtet werden, der durch die Deutsche Bundesbank verwaltet wird. (..) Ist das milliardenschwere Maßnahmepaket in Wahrheit ein Hilfsprogramm zur Rettung der Banken - und zwar gerade derjenigen, die die Krise mit ausgelöst haben?...“ Artikel von Wolfgang Lieb vom 14. Oktober 2008 auf den Nachdenkseiten //www.nachdenkseiten.de/?p=3508

Siehe dazu:

Gesetz zur Umsetzung eines Maßnahmenpakets zur Stabilisierung des Finanzmarktes

Finanzmarktstabilisierungsgesetz (FMStG) beim Bundesfinanzministerium (pdf) //www.bundesfinanzministerium.de/nn_4312/DE/BMF__Startseite/Aktuelles/Aktuelle__Gesetze/Gesetzentwuerfe__Arbeitsfassungen/Entw__Finanzmarktstabi__anl,templateId=raw,property=publicationFile.pdf


Business as usual. Wie uns die Finanzkrise erklärt wird

„Seit über einem Jahr herrscht Krise an den Finanzmärkten. Das fordert die professionellen BeobachterInnen des Geschehens heraus. Sie sehen etwas im Gange, das eigentlich nicht sein kann, nicht sein darf. Also machen sie sich daran, die Krise zu erklären - sich selber und dem staunenden Publikum. Es soll lernen, dass die gigantische Wertvernichtung mit Marktwirtschaft eigentlich nichts zu tun hat, dass die Politik es schon richten wird und dass es auf die Milliarden, mit denen die Banken derzeit gerettet werden, keinen Anspruch hat. So werden die Horrorgeschichten von den Finanzmärkten ergänzt um den Hinweis, dass wir alle von ihnen abhängen und das auch so bleiben soll. Denn ein weltmarktfähiger kapitalistischer Standort braucht Kredit und daher florierende Finanzmärkte. Von daher gilt: Wer über den Irrsinn des Kapitalismus nicht reden will, sollte über den Irrsinn kapitalistischer Finanzmärkte schweigen…“ Artikel von Anna Blume und Nick Sinakusch im ak - analyse & kritik - zeitung für linke Debatte und Praxis – vom 17.10.2008 //www.akweb.de/ak_s/ak532/17.htm


Das Un-Zitat? Nein! Ein Un-Interview zum Thema!

"Wir hatten leider Recht". DGB-Chef Michael Sommer über die Ursachen der Finanzkrise – und was Politik und Wirtschaft daraus lernen müssen.

Interview von Stephan Haselberger und Antje Sirleschtov im Tagesspiegel vom 13.10.2008 //www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Finanzkrise-Michael-Sommer;art271,2634809

Quer durch das Interview ist das beneidenswert einfache, dualistische Welt- bzw. Wirtschaftsbild unseres großen DGB-Vorsitzenden zu entnehmen:

kontinentaleuropäische, soziale Marktwirtschaft („das beste Wirtschaftssystem, das es gibt“, „verantwortungsvolles Gewinnstreben“, „die gesellschaftliche Verpflichtung von Eigentum“) vs. angloamerikanischer Kapitalismus („Casino-Kapitalismus und seine Shareholder-Value-Ideologie“, „grenzenlose Gewinnmaximierung“, „ungezügelte Gier“, „Deformation des Kapitalismus“, „das System Amerika“, „Heuschrecken“, „Shareholder-Value-Kapitalismus“)

So lässt sich locker weiter mit dem (deutschen !) Kapital kuscheln...


Aus: LabourNet, 14. Oktober 2008

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Finanzkrise: Welche Schuld trägt die Politik? Deregulierung als Ursache der Krise

Text der Plusminus-Sendung von Wolfgang Wirtz-Nentwig und Dietrich Krauß (SR, 14. Oktober 2008 im Ersten), dort auch Video des Beitrags //www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,oaneh5iv9je4oqm9~cm.asp


DGB-Stellungnahme zum Finanzmarktstabilisierungsgesetz

„Folgende Stellungnahme zum Finanzmarktstabilisierungsgesetz hat der Deutsche Gewerkschaftsbund heute an den Bundestag und die Parteien versandt: Der DGB hält es für richtig, dass die Bundesregierung einen Rettungsplan für die Finanzmärkte geschnürt hat und die Eigenkapitalbasis der Banken stärken will. Diese Notfallmaßnahme ist aktuell alternativlos. Wichtig ist zudem, dass diese Initiative europäisch abgestimmt wurde. Die Finanzmärkte sind das Nervenzentrum unserer Wirtschaft. Dieses Nervenzentrum wurde schwer beschädigt. Es fehlt an den notwendigen gesellschaftlichen Regularien und gesetzlichen Schranken…“ Pressemitteilung vom 14.10.08 //www.dgb.de/presse/pressemeldungen/pmdb/pressemeldung_single?pmid=3301


Robert Kurz zur Finanzkrise

Teil 1: Die Mutter aller Krisen

Interview von Reinhard Jellen in telepolis vom 14.10.2008 //www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28904/1.html

Aus dem Text: „… Die Suche nach subjektiv Schuldigen ist die bevorzugte Art und Weise kapitalistischer Vernunft, auf objektive Krisen zu reagieren, weil das Selbstzweck-System der "Verwertung des Werts" und die davon bestimmten Daseinsbedingungen die historische Grundlage dieser Vernunft bilden und für sie als "naturgegeben" erscheinen. Die Widersprüche werden auf die individuelle "Ethik" abgeschoben. Daran knüpfen sich ideologische Traditionen, etwa der Antiamerikanismus und der Antisemitismus. Die Krise wird dabei auf angebliche negative Eigenschaften von "Kulturen" oder Kollektivsubjekten zurückgeführt. Aber auch diejenigen, die von "strukturellen Ursachen" reden, sind davon oft nicht unberührt. Denn mit "Struktur" oder "System" ist in der Regel nicht der Kapitalismus als solcher gemeint, sondern nur ein bestimmtes "Modell", eine bestimmte Moderations- oder Regulationsweise des blind vorausgesetzten kapitalistischen Formzusammenhangs. Deshalb wird gegenwärtig etwa ein "angelsächsisches Modell" für die Krise verantwortlich gemacht. Aber es geht hier nicht um ein "Modell", das auf denselben Grundlagen durch ein anderes ersetzt werden könnte, sondern um die Verwertungslogik selbst, egal unter welcher Regulationsweise oder "Wirtschaftspolitik"…“

Teil 2: Sozialisierung der Verluste, Lafontaine und Attac

Interview von Reinhard Jellen in telepolis vom 15.10.2008 //www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28905/1.html

Aus dem Text: „… Wenn das allgemeine Volksvorurteil angesichts der Finanzkrise bloß die Banker als windige Gewinnabgreifer denunziert, muss es selber als Mentalität von willigen Arbeitstieren denunziert werden, die sich nach "normalen", "seriösen" Gewinnabgreifern sehnen. (…) Erst recht taugt eine isolierte Kritik des Finanzkapitalismus nichts, weil sie das Verhältnis von Realökonomie und Finanzüberbau auf den Kopf stellt und die Spekulation für eine Krise verantwortlich macht, die ihren Ursprung eben in der Verwertungslogik selbst hat. Auch Attac wollte nie etwas anderes als einen "guten" Arbeitsplatz-Kapitalismus. (…) Erforderlich wäre eine autonome soziale Gegenbewegung jenseits des nationalen Rahmens, die sich die Lebensinteressen nicht von den Krisenverwaltern ausreden lässt, und die jede soziale, geschlechtliche, ethnische oder "rassische" Ausgrenzung radikal negiert. Die ist aber ebenso wenig in Sicht wie neue Verwertungspotentiale…“


Was der Kollaps des Finanzsystems über den Reichtum der kapitalistischen Nationen lehrt (Teil 2)

„Im 1. Teil dieser Analyse haben wir die Grundlage des Bankgeschäfts erläutert. Die Bank stellt Kapitalisten Geld zur Verfügung, mit dem diese mehr Geschäft machen können, als es ihnen möglich wäre, wenn sie nur über ihr eigenes Kapital verfügen könnten. Die Bank bereichert sich über die Angewiesenheit aller Unternehmen auf fremdes Geld zur Ausweitung ihres Geschäfts und zur Beschleunigung des Umschlags ihres Kapitals, indem sie ihren Schuldnern Zinsen abverlangt. Darüber hinaus behandelt sie die Forderungen, die sie ihren Schuldnern gegenüber hat, gleich wieder als Geschäftsmittel: Sie werden ihrerseits wieder verkauft, beliehen und zur Grundlage weiterer Finanz-„Produkte“, mit denen sich die Bank immer neue Geschäftsfelder und Bereicherungsquellen erschließt…“ Die Analyse des GegenStandpunkt-Verlags in Radio Lora München vom 13. Oktober 2008 //frs.kumbi.org/plus/keinkomment/index.php?artikel=081015.htm


Steuern: Das deutsche Unvermögen

„Der deutsche Sozialstaat belastet Arbeitnehmer zu stark durch Steuern und Abgaben und verschont Vermögen über Gebühr. Zu diesem Ergebnis kommt die Organisation für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) in einem Vergleich von 26 ihrer 30 Mitgliedsländer…“ Artikel von Markus Sievers in Frankfurter Rundschau vom 16.10.08 //www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1613962_Das-deutsche-Unvermoegen.html

Siehe dazu auch: Revenue Statistics 2008

„Im vergangen Jahr ist in Deutschland der Anteil der Steuern und Sozialabgaben an der Wirtschaftsleistung deutlich gestiegen und dürfte nun wieder über dem OECD-Schnitt liegen. Im gleichen Zeitraum ist in der OECD nur in Ungarn, Korea, Italien, Luxemburg und Portugal die Steuer- und Abgabenquote schneller gewachsen als in Deutschland. In etwa der Hälfte der OECD-Länder ging der Anteil der Steuern und Sozialabgaben am BIP im vergangen Jahr dagegen zurück…“ Pressemitteilung und weitere Informationen vom 15.10.08 bei der OECD //www.oecd.org/document/39/0,3343,de_34968570_34968855_39496103_1_1_1_1,00.html


Altersvorsorge: Lebensversicherungen und Pensionskassen im Sog der Finanzkrise

Mit der Banken-Pleitewelle drohen Anlegern auch an unvermuteter Stelle Einbußen – bei Lebensversicherungen und Betriebsrenten. Artikel von Martin Gerth und Niklas Hoyer in der Wirtschaftswoche vom 14.10.2008 //www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/lebensversicherungen-und-pensionskassen-im-sog-der-finanzkrise-373956/


Ende der Individualisierung. Der globale Finanzkrach zerstört die "private Daseinsvorsorge"

“Allenthalben wird gerätselt über die Folgen des finanzkapitalistischen Flächenbrands, der selbst von Berufsoptimisten als „historisch" eingestuft wird. Dabei sind sie absehbar. Man kann nicht von einer „historischen" Krise sprechen und gleichzeitig so tun, als würde sich das Drama hauptsächlich im undurchsichtig verhangenen Finanzhimmel abspielen, ohne einschneidende Rückwirkungen auf die ganze Gesellschaft…“ Artikel von Robert Kurz in Neue Rheinische Zeitung, Online-Flyer vom 16. Oktober 2008 //www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13016


Aus: LabourNet, 16. Oktober 2008

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Finanzmarktstabilisierungsgesetz ohne Brandschutzmaßnahmen: Bankvorstandsjobsicherungsgesetz?

“Das in größter Eile formulierte Gesetz zur Umsetzung eines Maßnahmenpakets zur Stabilisierung des Finanzmarktes ist Teil der Löscharbeiten, die die Bundesregierung im Großfeuer der Finanzmärkte leistet. „Es geht dabei nicht um den Schutz der Banken und sonstigen Finanzinstitutionen, sondern um den Schutz der Bürger", heißt es zum Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Stabilisierung der Finanzmärkte und zur Vermeidung negativer Auswirkungen auf die Realwirtschaft…“ Artikel von Dr. Oliver Everling in NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung, Online-Flyer vom 23. Oktober 2008 //www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13040

Aus dem Text: „…Im Ergebnis stellt sich die Frage, ob die Bundesregierung – dem Rat der Bankenlobby folgend – mit dem Finanzmarktstabilisierungsgesetz nicht primär ein Bankvorstands-jobsicherungsgesetz" entworfen hat, denn es dürfte zwar Massenentlassungen im Kreditsektor und die Transmission der Kreditkrise auf die Realwirtschaft nicht verhindern, wohl aber manche Abberufung von Bankvorständen durch ihre Hauptversammlungen vereiteln. Dazu liefert das Gesetz eine Reihe von Instrumenten, von denen Bankvorstände mit ihren Rechtsberatern geschickt Gebrauch machen werden. Insbesondere müssen Bankvorstände nun kaum noch befürchten, aufgrund ihrer Schieflage durch Insolvenzverwalter abgelöst zu werden, da das Maßnahmenpaket jede Bankeninsolvenz in Deutschland weniger wahrscheinlich erscheinen lässt.“

Mehr zum Thema: Finanzmarkt

ak-Sonderseite zur Finanzmarktkrise mit Artikeln zum Thema, die sich bereits in den letzten Monaten mit der Krise der Finanzmärkte beschäftigt haben. //www.akweb.de/themen/daten_finanzmarkt.htm


OECD-Studie: Deutschland - Land der sozialen Schere

„Die Armut wächst - die Einkommensunterschiede auch. Mittlerweise lebt ein zweistelliger Prozentsatz der Deutschen unter der Armutsgrenze. Eine OECD-Studie zeigt: Im Vergleich zu Bewohnern anderer Industrieländer geht es den Bundesbürgern schlecht. Armut und Einkommensungleichheit haben in Deutschland in den vergangenen Jahren wesentlich schneller zugenommen als in allen anderen OECD-Ländern. Von 2000 bis 2005 lebten 10,5 bis 11 Prozent der Bevölkerung hierzulande unter der Armutsschwelle, heißt es in einer am Dienstag in Paris vorgestellten Studie der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD)…“ Artikel in der Financial Times Deutschland vom 21.10.2008 //www.ftd.de/politik/deutschland/:OECD-Studie-Deutschland-Land-der-sozialen-Schere/428662.html

Siehe dazu auch:

Mehr Ungleichheit trotz Wachstum?

„Die Publikation "Mehr Ungleichheit trotz Wachstum?" enthält eine Reihe von Analysen über die Verteilung der wirtschaftlichen Ressourcen in den OECD-Ländern. Die Daten über Einkommensverteilung und Armut erstrecken sich zum ersten Mal auf alle 30 OECD-Länder zum Stand von Mitte der 2000er Jahre, während bis Mitte der 1980er Jahre zurückreichende Informationen über Trendentwicklungen für rund zwei Drittel der Länder vorliegen. Der Bericht beschreibt zudem Ungleichheiten in einer Reihe von Bereichen (wie Vermögen der privaten Haushalte, Konsumgewohnheiten, öffentliche Sachleistungen), die bei den herkömmlichen Diskussionen über die Verteilung der wirtschaftlichen Ressourcen unter Einzelpersonen und Haushalten in der Regel außer Acht gelassen werden…“ Pressemeldung der OECD, dort dazu gratis verfügbar ausführliches Inhaltsverzeichnis (engl.), Einleitung (engl.) sowie Zusammenfassung (dt.) //www.oecd.org/document/28/0,3343,de_34968570_34968855_41474972_1_1_1_1,00.html


Pressestimmen: Deutschland - ein Wohlstandsmärchen

„Ausreichend Einkommen für alle - das klingt heute wie ein Märchen aus Wirtschaftswunderzeiten, meinen die Kommentatoren deutscher Tageszeitungen. Vor dem sozialen Abstieg seien nur wenige gefeit. Die Politik müsse Armut stärker bekämpfen - und mit Reichtum anders umgehen…“ Pressestimmen in der Financial Times Deutschland vom 21.10.2008 //www.ftd.de/meinung/kommentare/:Pressestimmen-Deutschland-ein-Wohlstandsm%E4rchen/429131.html


OECD-Studie: Attac fordert Umverteilung des Reichtums

„OECD-Studie stellt fest: Die soziale Schere in Deutschland vergrößert sich zunehmend. Attac kommentiert: Es ist höchste Zeit, das neoliberale Politikmodell endlich aufzugeben und jenen zu helfen, die schon bisher die Zeche zahlen mussten…“ Pressemitteilung vom 21.10.08 //www.attac.de/aktuell/neuigkeiten/detailansicht/datum/2008/10/21/oecd-studie-attac-fordert-umverteilung-des-reichtums/?no_cache=1&cHash=ddeb0ee7cc


Ungleichheit und Armut ist Regierungsauftrag und erwünscht! Im Kapitalismus wird stets das Gegenteil behauptet.

„Kontrollierte Armut stabilisiert die kapitalistische Gesellschaftsordnung in Deutschland. Wissenschaftlich kontrollierte Armut führt zur Ausgrenzung und Entwaffnung des sozialen Widerstands in den Metropolen der kapitalistischen Reichtumsgesellschaft. Stigmatisierte und ausgegrenzte Armut im herrschenden ideologischen, psychologischen und materiellen Wertesystem schützt die Eigentumsverhältnisse im Kapitalismus. Soziale und materielle Ungleichheit und Armut (nicht nur) in Deutschland ist ein Regierungsauftrag im Kapitalismus!..“ Kommentar von Reinhold Schramm vom 22.10.08 bei „scharf Links“ //scharf-links.de/57.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=2694&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=190a83d548


Aus: LabourNet, 23. Oktober 2008

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Den Preis zahlen wir alle

Die USA blicken in den Abgrund, Europa hat Angst und auch der Rest der Welt zittert. Kommentatoren nennen die USA bereits die „ehemalige Supermacht“. Das mag noch übertrieben sein, aber Millionen Amerikaner droht der Verlust des Arbeitsplatzes nachdem sie ihr Haus bereits verloren haben und Benzin nicht mehr bezahlen können.

//sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=d8741684544ms123

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Steinbrücks Plan B und G-7 Rettungsfloskeln

Die G-7-Staaten wollen "alle nötigen Schritte" gegen die Finanzkrise unternehmen, die Bundesregierung will per Eilgesetz ein Rettungspaket beschließen.

//www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28897/1.html



Bringt die Finanzkrise einen Fortschritt in der Aufklärung mit sich?

Beruhigende Worte und Milliarden an Geldern schaffen kein Vertrauen mehr in den Wirtschaftsliberalismus, der zur scheinbar alternativenlosen Heilsideologie nach dem Zerfall des Kommunismus wurde.

//www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28894/1.html



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