Kampf um die Vorratsdatenspeicherung

//www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6211106_REF1_NAV_BAB,00.html

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Grundrechte > Kommunikationsfreiheit und Datenschutz > Vorratsspeicherung

Einhellige Ablehnung der Koalitionspläne zur Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten

„27 Verbände lehnen in einer heute veröffentlichten Gemeinsamen Erklärung einen Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ab, dem zufolge künftig Daten über jede Nutzung von Telefon, Handy, E-Mail und Internet auf Vorrat gesammelt werden sollen (sog. "Vorratsdatenspeicherung"), damit sie Polizei und Staatsanwaltschaften zur Verfügung stehen. Die Verbände bezeichnen es als "inakzeptabel", dass ohne jeden Verdacht einer Straftat sensible Informationen über die sozialen Beziehungen, die Bewegungen und die individuelle Lebenssituation von über 80 Millionen Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern gesammelt werden sollen…“ Pressemitteilung vom Montag, den 22.01.2007, darin auch die Gemeinsame Erklärung vom 22.01.2007 im Wortlaut: //www.vorratsdatenspeicherung.de/index.php?option=com_content&task=view&id=80&Itemid=55


Aus: LabourNet, 23. Januar 2007

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27 gegen Datenzwangsverhaltung, AT-Land schläft
//quintessenz.at/d/000100003792

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Verfassungsbeschwerde geplant Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung meldet 10.000. Teilnehmer

Der Protest gegen die geplante sechsmonatige Speicherung von Kommunikationsdaten wird immer breiter. Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung meldete am Dienstag den 10 000. Teilnehmer an der von ihm vorbereiteten Verfassungsbeschwerde gegen das Vorhaben der Bundesregierung. Jurist und Arbeitskreis-Mitglied Patrick Breyer betonte, es sei ein "offensichtlich unverhältnismäßiger Eingriff" in die Grundrechte der Bürger, das Kommunikations- und Bewegungsverhalten der gesamten Bevölkerung zu protokollieren, um die Aufklärungsquote "um mikroskopische 0,0006 Prozent steigern zu können".

//www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?H=N&Nr=15285

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Vorratsdatenspeicherung = Abschaffung des Informantenschutzes.

Vorratsdatenspeicherung heißt: Die Regierung plant die totale Protokollierung aller elektronischen Kommunikationsdaten von jedem Bewohner dieses Landes. Für Journalisten bedeutet das die faktische Abschaffung des Informantenschutzes.

Dagegen protestiert das netzwerk recherche. Am 22.01. wurde zusammen mit 26 weiteren Buergerrechtsorganisationen die "Gemeinsame Erklärung zum Gesetzentwurf über die Vorratsdatenspeicherung" unterzeichnet. Im Wortlaut:

Gemeinsame Erklärung zum Gesetzentwurf über die Vorratsdatenspeicherung

Der Gesetzentwurf zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung sieht vor, Telekommunikationsunternehmen ab Herbst 2007 zu verpflichten, Daten über die Kommunikation ihrer Kunden auf Vorrat zu speichern. Zur verbesserten Strafverfolgung soll nachvollziehbar werden, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS soll auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten werden. Bis spätestens 2009 soll zudem die Nutzung des Internet nachvollziehbar werden.

Eine derart weitreichende Registrierung des Verhaltens der Menschen in Deutschland halten wir für inakzeptabel. Ohne jeden Verdacht einer Straftat sollen sensible Informationen über die sozialen Beziehungen (einschließlich Geschäftsbeziehungen), die Bewegungen und die individuelle Lebenssituation (z.B. Kontakte mit Ärzten, Rechtsanwälten, Psychologen, Beratungsstellen) von über 80 Millionen Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern gesammelt werden. Damit höhlt eine Vorratsdatenspeicherung Anwalts-, Arzt-, Seelsorge-, Beratungs- und andere Berufsgeheimnisse aus und begünstigt Wirtschaftsspionage. Sie untergräbt den Schutz journalistischer Quellen und beschädigt damit die Pressefreiheit im Kern. Die enormen Kosten einer Vorratsdatenspeicherung sind von den Telekommunikationsunternehmen zu tragen. Dies wird Preiserhöhungen nach sich ziehen, zur Einstellung von Angeboten führen und mittelbar auch die Verbraucher belasten.

Untersuchungen zeigen, dass bereits die gegenwärtig verfügbaren Kommunikationsdaten ganz regelmäßig zur effektiven Aufklärung von Straftaten ausreichen. Es ist nicht nachgewiesen, dass eine Vorratsdatenspeicherung besser vor Kriminalität schützen würde. Dagegen würde sie Millionen von Euro kosten, die Privatsphäre Unschuldiger gefährden, vertrauliche Kommunikation beeinträchtigen und den Weg in eine immer weiter reichende Massenansammlung von Informationen über die gesamte Bevölkerung ebnen.

Rechtsexperten erwarten, dass das Bundesverfassungsgericht eine Pflicht zur verdachtslosen Vorratsspeicherung von Kommunikationsdaten für verfassungswidrig erklären wird. Außerdem wird erwartet, dass die EG-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung vor dem Europäische Gerichtshof keinen Bestand haben wird. Die Richtlinie verstößt gegen die im Europarecht verankerten Grundrechte und ist in vertragsverletzender Weise zustande gekommen. Irland hat bereits Klage gegen die Richtlinie erhoben. Der Ausgang dieser Klage sollte zumindest abgewartet werden.

Als Vertreter der Bürgerinnen und Buerger, der Medien, der freien Berufe und der Wirtschaft lehnen wir das Vorhaben einer Vorratsdatenspeicherung geschlossen ab. Wir appellieren an die Politik, sich grundsätzlich von dem Vorhaben der umfassenden und verdachtsunabhängigen Speicherung von Daten zu distanzieren.

Weitere Informationen: //www.vorratsdatenspeicherung.de/index.php?option=com_content&task=view&id=80&Itemid=55

Mitmachen: Sammelklage gegen Vorratsdatenspeicherung //www.vorratsdatenspeicherung.de/index.php?option=com_content&task=view&id=51&Itemid=70

Offene Briefe gegen die Vorratsdatenspeicherung
Überzeugen Sie die Bundestagsabgeordneten
//briefe.gegen.daten.speicherung.eu/ .

Schäubles Daten-Exhibitionismus gefährdet die Sicherheit der Europäer Pressemitteilung von Netzwerk Neue Medien e.V. (NNM), STOP1984 und FoeBuD vom 12.02.2007 //www.daten-speicherung.de/?p=143 .


Aus: Newsletter Netzwerk Recherche, #40, 16.02.2007



//freepage.twoday.net/search?q=Vorratsdatenspeicherung

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