Cuts in Social Welfare - Sozialabbau

Dienstag, 6. Juni 2006

Anti-Hartz Bündnisse

Übersicht über regionale Anti-Hartz-&-Co-Bündnisse

Die Übersicht http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/aktionen/regionen.html wurde aktualisiert; beachte den Aufruf zur Gründung einer Aktions-Gruppe im Raum Bodensee unter „Bawü“ http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/aktionen/bawue.html


Aus: LabourNet, 6. Juni 2006

Gewaltsam gegen Hartz-IV Empfänger vorgegangen: Polizeiübergriffe auf Demo gegen Sozialabbau - Die Welt zu Gast bei Arbeitslosen

Schwere Vorwürfe an den Berliner Innensenator Erhard Körting (SPD)

„Unter dem Motto: „ Schluss mit den Reformen gegen uns“ demonstrierten am 3. Juni ca. 20.000 Menschen aus der ganzen Bundesrepublik in Berlin, um gegen die Sozial- und Wirtschaftspolitik ihren Unmut auszudrücken…“ Presseerklärung der Organisatoren vom 06.06.2006 http://www.protest2006.de/presse/presseerklarungen/gewaltsam_gegen_hartz-iv_empfanger_vorgegangen.html


Die Welt zu Gast bei Arbeitslosen. In Berlin protestierten mehrere Tausend bei Dauerregen gegen Hartz IV / Polizei griff Demo an

„Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in Berlin gegen Sozialabbau protestiert. Die Beteiligung fiel allerdings deutlich geringer aus, als von den Organisatoren erhofft. Das schlechte Wetter in der Hauptstadt dürfte dabei nur eine der Ursachen gewesen sein. Am Rande ging die Polizei mehrmals gewaltsam gegen Demonstranten vor. Der Grund: Transparente waren angeblich zu lang…“ Artikel von Tom Strohschneider in ND vom 06.06.06 http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=91544&IDC=2


Polizeiübergriffe auf Demo gegen Sozialabbau

„Am heutigen Sonnabend, haben in Berlin trotz strömenden Regen etwa 15.000 Menschen gegen Hartz IV demonstriert. Am Rande versuchte die Berliner Polizei einzelne TeilnehmerInnen herauszuziehen und griff mehrfach die Demonstration an (u.a. mit Schlagstock und Pfefferspray)…“ Bericht von E-G-A-L vom 03.06.2006 bei indymedia http://de.indymedia.org/2006/06/148912.shtml


Ruf nach Alternativen. Demonstration »Schluß mit den Reformen gegen uns« am Samstag in Berlin. Trotz strömenden Regens Tausende auf der Straße. Die Beiträge einiger Kundgebungsredner in Auszügen in junge Welt vom 6.6.06 http://www.jungewelt.de/2006/06-06/056.php


Liebe KollegInnen, FreundInnnen und alle, die diese unmenschliche Gesellschaftsordnung nicht für der Weisheit letzten Schluss halten!

Die Rede von Tom Adler http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/aktionen/2006/demo0306_ta.html


Fotobericht bei Freies Politikforum http://www.carookee.com/forum/freies-politikforum/1/20_000_bei_der_Grossdemo_3_Juni_in_Berlin_Fotobericht_Teil_1.11074166.0.01105.html


Pressespiegel auf der Demo-Homepage http://www.protest2006.de/presse/pressereview/


Aus: LabourNet, 6. Juni 2006

Sonntag, 4. Juni 2006

Arbeitsuchende unter Generalverdacht

P R E S S E M I T T E I L U N G

Datum: Fri, 26 May 2006 10:05:18 +0200

Gemeinsame Erklärung des Bundesbeauftragten und der Landesbeauftragten für den Datenschutz der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen

Arbeitsuchende unter Generalverdacht

Die Bundesregierung hat den "Entwurf eines Gesetzes zur Fortentwicklung der Grundsicherung für Arbeitsuchende" beschlossen, der von den Koalitionsfraktionen in den Deutschen Bundestag eingebracht worden ist (Bundestags-Drucksache 16/1410) und bereits am 1. August 2006 in Kraft treten soll. Ein wesentliches Ziel des Entwurfs ist es, die stark gestiegenen Kosten der Hartz-IV-Reform durch eine verstärkte Kontrolle aller Arbeitsuchenden nennenswert zu begrenzen. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) hat mit Schreiben vom 18. Mai 2006 gegenüber dem Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages Stellung genommen und auf die datenschutzrechtlichen Probleme hingewiesen. Die Datenschutzbeauftragten unterstützen nachdrücklich die in der Stellungnahme des BfDI enthaltenen Forderungen.

Entgegen den im Sozialrecht geltenden Grundsätzen ist geplant, bei der Frage nach dem Vorliegen einer eheähnlichen Gemeinschaft eine Beweislastumkehr zulasten der Arbeitsuchenden einzuführen. Danach müssten Betroffene selbst nachweisen, dass sie nicht in eheähnlichen Gemeinschaften mit Mitbewohnerinnen oder Mitbewohnern leben. Wie dies in der Praxis geschehen soll, ist unklar. Betroffene könnten sich genötigt sehen, zum einen ihre Hilfsbedürftigkeit Mitbewohnerinnen oder Mitbewohnern und damit Dritten zu offenbaren, zum anderen deren sensible Daten preiszugeben. Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage. Eine solche exzessive Datenerhebung wäre datenschutzrechtlich nicht hinnehmbar.

Bedenken bestehen auch gegen die geplante Erweiterung der automatisierten Datenabgleiche. Wegen des hiermit verbundenen massiven Eingriffs in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung sind derartige Abgleiche grundsätzlich nur unter sehr engen Voraussetzungen dann zulässig, wenn sie im vorrangigen öffentlichen Interesse tatsächlich notwendig und verhältnismäßig sind. Der Gesetzentwurf enthält aber keine Begründung, weshalb ein regelmäßiger Datenabgleich hinter dem Rücken der Betroffenen erforderlich sein soll. Dass einige von ihnen Leistungen erschleichen wollen, rechtfertigt diese Maßnahme nicht. Belege dafür, dass die vorhandenen Befugnisse zur notwendigen Bekämpfung von Leistungsmissbrauch tatsächlich unzureichend sind, fehlen völlig. Es ist mit dem Menschenbild des Grundgesetzes nicht zu vereinbaren, auf diese Weise alle Arbeitsuchenden, die Grundsicherung beanspruchen, unter Generalverdacht zu stellen.

Gleiches gilt für die Schaffung der diversen Auskunftsmöglichkeiten bei anderen Behörden, beispielsweise beim Kraftfahrtbundesamt. Rein präventive Routineauskunftsersuchen sind als unverhältnismäßig abzulehnen. Es muss deshalb klargestellt werden, dass diese Abfragen nur anlassbezogen, d.h. erst wenn aufgrund der Angaben der Betroffenen tatsächliche Anhaltspunkte für deren Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit bestehen, und zielgerichtet im konkreten Einzelfall zulässig sind.

Darüber hinaus regelt der Gesetzentwurf Telefonbefragungen durch private Call Center zur Feststellung von Leistungsmissbrauch. Unabhängig von den rechtlichen Bedenken, diese hoheitliche Aufgabe nichtöffentlichen Stellen zu übertragen, muss die Freiwilligkeit der Teilnahme ausdrücklich klargestellt werden.

Die vorgesehene Verpflichtung der Leistungsträger zur Einrichtung eines Außendienstes für Hausbesuche vermittelt den nicht zutreffenden Eindruck, als würde hierdurch eine Mitwirkungspflicht der Betroffenen begründet. Dass diese Hausbesuche unzweifelhaft wegen des grundgesetzlich geschützten Rechts auf die Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 GG) nur mit vorheriger Zustimmung der Betroffenen möglich sind und die Außendienstmitarbeiter kein Recht zum Betreten haben, ist ausdrücklich zu betonen.

Schließlich beseitigt der Gesetzentwurf nicht die mehrfach von den Datenschutzbeauftragten kritisierten Unklarheiten der Zuständigkeitsverteilung zwischen der Bundesagentur für Arbeit und den Arbeitsgemeinschaften (ARGEn). Im Gegenteil: Die Probleme werden durch den in sich widersprüchlichen Entwurf verfestigt. Einerseits soll die Bundesagentur für Arbeit in Angelegenheiten der ARGEn künftig die datenschutzrechtlich verantwortliche Stelle sein. Andererseits bestimmt der Gesetzentwurf, dass die Länder für die organisatorischen Angelegenheiten und damit auch für den Datenschutz verantwortlich sein sollen. Eine effektive Datenschutzkontrolle wird dadurch unmöglich.

Die Datenschutzbeauftragten fordern den Deutschen Bundestag und den Bundesrat daher auf, den Gesetzentwurf grundlegend mit Blick auf das Recht auf informationelle Selbstbestimmung zu überarbeiten. Dieses Recht muss auch bei denjenigen gewährleistet bleiben, die auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind.

Weitere Informationen erhalten Sie beim
Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz
Schleswig-Holstein
Holstenstraße 98 / 24103 Kiel
Telefon: 0431 988-1200 / Telefax: 0431 988-1223
E-Mail: mail@datenschutzzentrum.de
Homepage: http://www.datenschutzzentrum.de

Freitag, 2. Juni 2006

Willkommen in der Zukunft: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen

http://www.attac.de/aktuell/neuigkeiten/3terjuni-03.php

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"Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen"

Workfare statt Welfare: Irina Vellay zu einer ersten Studie über den "dritten Arbeitsmarkt" der Ein-Euro-Jobs.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26359/1.html



http://freepage.twoday.net/search?q=Workfare

Donnerstag, 1. Juni 2006

Die Milchmädchenrechnung

Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen der durch die demographische Entwicklung abnehmenden Zahl der Arbeitenden und der vielfach prophezeiten Katastrophe bei der Finanzierung der Sozialversicherungen.

http://www.telepolis.de/tp/r4/artikel/22/22723/1.html

Hartz IV bis zum Verhungern - BezieherInnen von Hartz IV leben in Armut

Große Koalition optimiert Hartz IV bis zum Verhungern. SPD und Union
wollen am Donnerstag auch eine 100% Kürzung des ALG-II durchbringen

Presseerklärung des Erwerbslosen Forum Deutschland vom 31.5.06
http://www.erwerbslosenforum.de/nachrichten/grose_koalition_optimiert_hartz_iv_bis_zum_verhungern.htm


SAK: BezieherInnen von Hartz IV leben in Armut. Kürzungsdiskussion
ohne Grundlage - Forderung nach Mindestlohn und Grundsicherung

Presseerklärung der Saarländischen Armutskonferenz vom 31.5.06
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/hilfe/opti_sak.html


Aus: LabourNet 1. Juni 2006

Mittwoch, 31. Mai 2006

Austrittswelle: AWO-Chef Schmidt steht wegen "Hartz IV" am Pranger

31.05.06

Der Bundesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Wilhelm Schmidt, gerät wegen seiner Forderung nach Leistungskürzungen für Empfänger nach der Arbeitsmarktreform "Hartz IV" in heftige Kritik aus den eigenen Reihen. Schmidt habe klar gegen die Prinzipien der Arbeiterwohlfahrt verstoßen, sagte der Vorsitzende des Bezirksverbandes Niederrhein, Paul Saatkamp, der Chemnitzer "Freien Presse". Er sei entsetzt über die Haltung des AWO-Vorsitzenden. Alle vier nordrhein-westfälischen Bezirksverbände distanzierten sich von den Kürzungsforderungen ihres Vorsitzenden.

Die ganze Nachricht im Internet: http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=13720



http://freepage.twoday.net/search?q=Hartz+IV

Mythos der Kostenexplosion bei Hartz IV

Ausgaben für Arbeitslosigkeit sind insgesamt nicht gestiegen, sondern gefallen

Hintergrundinformation zum Mythos der Kostenexplosion bei Hartz IV vom 30.05.2006 vom Büro Katja Kipping, MdB (pdf) http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/hilfe/kostenex1.pdf


Prognose (bzw. Schätzung) der SGB III- und SGB II-Ausgaben 2006 im Vergleich zu den veranschlagten Ausgaben

Info des Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe
(BIAJ) vom 24.5.06 (pdf) http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/hilfe/kostenex2.pdf

Aus dem Text: „…Fazit aus Prognose I und II und Schätzung: Auch wenn man die geschätzten Mehrausgaben der Kommunen mit einbezieht, wird 2006 voraussichtlich (geringfügig) weniger ausgegeben als in den Haushalten (BA, Bund, Kommunen) veranschlagt. (-0,8 Mrd Euro) Die Minderausgaben beim Wohngeld (für Arbeitslosengeldempfänger/innen) blieben hier unberücksichtigt.“


Armutszeugnis statt Kostenexplosion

Stellungnahme, die auf dem Abschlussplenum des Bundestreffens der Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen
(BAG-SHI) einstimmig verabschiedet wurde, als Pressemitteilung der BAG-SHI vom 28.05.2006 (pdf) http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/hilfe/kostenex3.pdf


Union der Lüge bei der Kostenexplosion beim ALG-II bezichtigt. Aufruf an alle Erwerbslose sich gegen die Politik des Sozialkahlschlags am 3. Juni zu wehren

„Das Erwerbslosen Forum Deutschland hat Teilen der Union vorgeworfen, dass sie bei der angeblichen Kostenexplosion durch Hartz-IV lügen würde, um weitere Einschnitte bei Leistungen und Rechten von Arbeitslosen durch zusetzen…“ Pressemeldung des Erwerbslosen Forum Deutschland vom 26.05.2006 http://www.erwerbslosenforum.de/nachrichten/union_der_luge_bei_der__kostenexplosion_beim_alg-ii_bezichtigt.htm


Geheime Verschlussache bei Hartz IV Verwaltungskosten

„Über die Kostenexplosion bei Hartz IV wurde oft berichtet. Im Mittelpunkt, stand neben den ALG II Leistungen auch der angebliche Missbrauch von Leistungen, welche verantwortlich sein sollen, dass bereits im ersten Quartal ein Anstieg der Kosten um 14,2 Prozent - gegenüber dem Vorjahr - zu verzeichnen ist. Eine detaillierte Kostenaufstellung bleibt die Regierung der Bevölkerung weiterhin schuldig…“ Meldung des Sozialticker vom 29.5.06 http://www.sozialticker.com/geheime-verschlussache-bei-hartz-iv-verwaltungskosten.html


Aus: LabourNet, 31. Mai 2006

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Mythos Kostenexplosion. Hartz IV: Um die Missbrauchsdebatte anzuheizen, ist jede Phantomzahl willkommen

Artikel von Hans Thie in Freitag vom 2.6.06 http://www.freitag.de/2006/22/06220503.php


Satirischer Zwischenruf zur Kostenexplosion durch Hartz IV

„Der Kampf gegen die durch die hohe Arbeitslosigkeit bedingte Kostenexplosion treibt äußerst seltsame Blüten. Da soll doch die Arbeitswilligkeit von Langzeitarbeitslosen in Zukunft durch "Sofortangebote" überprüft werden und selbstverständlich wird bei dreimaliger Ablehnung zumutbarer Jobangebote anschließend die Arbeitslosengeld II - Zahlung eingestellt. Unsere Sozialgerichte wird höchstwahrscheinlich schon bald die Frage beschäftigen, ob jemand etwas ablehnen kann, was es nachweislich überhaupt nicht gibt: Zumutbare Arbeitsperspektiven für Langzeitarbeitslose. Bezogen auf eine unzweifelhaft sinnvolle und nachhaltige Kostendämpfung sollte statt der Bestrafung der Betroffenen ernsthaft geprüft werden, ob die Entlohnung der „staatstragenden Menschen“ aus öffentlichen Kassen eingestellt werden kann (muss), die unermüdlich einen derartigen Schwachsinn verbreiten und gesetzlich verankern.“ Helmut Malmes


Aus: LabourNet, 8. Juni 2006

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Hartz IV > Leistungen und Auswirkungen > Kostenexplosion?

BA-Überschuss 2006: voraussichtlich 9 Milliarden Euro – 7 Milliarden Euro mehr als veranschlagt

Eine aktualisierte Prognose des BA-Überschusses 2006 des Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) vom 11.8.06 (pdf) http://www.arbeitnehmerkammer.de/sozialpolitik/doku/01_aktuell/ticker/2006/2006_08_11_biaj.pdf


Aus: LabourNet, 16. August 2006

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http://freepage.twoday.net/search?q=Kostenexplosion

Hartz IV: Der Kampf um Arbeit und Lohn

„Juni 2006, „panem et circenses“, Brot und Spiele bewegen die Menschen, nicht – oder noch nicht – oder besser: noch nicht wieder die weiteren Zumutungen, die die Politik unter dem Label der „weiteren Reform“ des „sozialen Netzes“ dem Menschen zumutet…“ Artikel von Karl-Ludwig Ostermann vom 27.05.2006 in Linkezeitung.

http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/564/32/


Aus: LabourNet, 31. Mai 2006

Aus "fordern und fördern" wird für Betroffene "betteln und frieren"

#Die Linkspartei.PDS: Pressemitteilungen

31. Mai 2006

Zu den von SPD und Union geplanten weiteren Verschärfungen von Hartz IV erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende Katja Kipping (MdB):

"Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen." Diesen Satz von SPD-Arbeitsminister Franz Müntefering wollen SPD und Union nun in die Tat umsetzen. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion haben die Regierungsparteien weitere Angriffe auf Hartz-IV-Betroffene verabredet, in deren Folge Erwerbslose verstärkt in die Obdachlosigkeit getrieben werden. Vom ursprünglichen Anspruch "fordern und fördern" bleibt für die Betroffenen dann nur noch "betteln und frieren". Bei den gestern von CDU und SPD eingebrachten Änderungsanträgen zum sogenannten Fortentwicklungsgesetz geht es im Kern um folgende Verschärfungen: Zukünftig soll "kein Anspruch auf Leistung bestehen, wenn sich der Leistungsberechtigte außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereichs aufhält". Damit wird faktisch eine Residenzpflicht für ALG-II-Bezieher eingeführt. Von dieser Einschränkung der Bewegungsfreiheit ist es nicht mehr weit bis zur Einführung einer elektronischen Fußfessel. Um die Sanktionen besonders schmerzhaft zu gestalten, sollen zukünftig nicht nur die Leistungsbezüge um 100 Prozent gekürzt werden können, sondern auch die Kosten der Unterkunft. Damit wird das Recht eingeräumt, Erwerbslose in die Obdachlosigkeit zu schicken, wenn sie sich nicht willfährig verhalten und jede Maßnahme annehmen. Das "Aushungern" soll lediglich begrenzt werden, wenn der Hilfsbedürftige mit minderjährigen Kindern zusammen lebt. Diese erneuten Verschärfungen stellen einen Angriff auf Grundrechte von Erwerbslosen dar. Die Linkspartei.PDS wird diesem Ansinnen entschiedenen Widerstand entgegensetzen im Parlament und auf der Straße, zunächst bei der Demonstration am 3. Juni in Berlin.

http://sozialisten.de/presse/presseerklaerungen/view_html?zid=32855

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