Cuts in Social Welfare - Sozialabbau

Donnerstag, 29. Juni 2006

Spürbarer Griff in die Taschen der Arbeitnehmer

#Die Linkspartei.PDS: Pressemitteilungen

29. Juni 2006

Zur heutigen Verabschiedung des Steueränderungsgesetzes im Deutschen Bundestag erklärt Dietmar Bartsch, Bundesgeschäftsführer der Linkspartei.PDS und Mitglied des Haushaltsausschusses:

Das Steueränderungsgesetz belastet Arbeitsnehmerinnen und Arbeitnehmer, entlastet Unternehmen. Das ist die Philosophie der Regierungspolitik der Großen Koalition. Der deutliche Versuch, vor der heutigen Debatte die verfassungsmäßigen Rechte der Opposition zu beschneiden, ist mehr als eine Marginalie. Es ist Ausdruck der Selbstherrlichkeit und Arroganz von SPD und CDU, die Kraft ihrer Zwei-Drittel-Mehrheit einmal mehr versuchten, das Parlament zur Spielwiese koalitionärer Eitelkeiten zu degradieren. Das Steueränderungsgesetzt ist eine grundsätzlich falsche Weichenstellung. Die Wirtschaft fordert flexible Arbeitnehmer, die Politik von SPD und CDU bestraft die Flexibilität durch massive Einschnitte bei der Pendlerpauschale, besonders für die neuen Länder eine grandiose Fehlentscheidung. Die Bundesregierung beklagt die demografische Entwicklung und kürzt das Kindergeld für zwei Jahre in einer Zeit, in der sich Jugendliche oft noch in der Ausbildung befinden. Gerade Gering- und Normalverdiener werden durch die Kürzung des Sparerfreibetrages um die geringen Früchte ihrer Arbeit betrogen. Und das alles schon unter den Belastungen der um drei Prozentpunkte erhöhten Mehrwertsteuer, die vor allem Familien und sozial Benachteiligte belastet. Die Linksfraktion hat einen eigenen Entschließungsantrag eingebracht und fordert darin die Rücknahme des Gesetzentwurfes. Die Steuergesetzgebung muss einfach und transparent gestaltet werden, alle Steuerpflichtigen sollen sozial gerecht an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligt werden. Notwendig für dieses Land ist: Vermögende und steuerlich Leistungsfähige stärker zu belasten, Steuervergehen entschieden zu bekämpfen, die sozialen Sicherungssysteme zu modernisieren und ihre Leistungsfähigkeit zu stärken. Die sogenannte Reichensteuer ist ein Trostpflästerchen für die Seele der SPD. Mit dieser Reichensteuer plant die Regierung jährlich max.
250 Millionen Euro, das sind gerade mal 10 Prozent dessen, was Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer allein durch die faktische Streichung der Entfernungspauschale aufbringen sollen.

http://sozialisten.de/presse/presseerklaerungen/view_html?zid=33157

Allianz für Deutschland: Maximalprofit und Entlassungen

#Die Linkspartei.PDS: Pressemitteilungen

29. Juni 2006

Zur Situation auf dem Arbeitsmarkt erklärt der Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch:

Ein Grund für die Jubelschreie von Konjunktur und Aufschwung von Union und SPD kann ich nicht erkennen. Allen, die wieder Arbeit haben, ist zu wünschen, dass es kein 1-Euro-Job ist, der sie nur kurzfristig aus der Statistik entlässt, dass es kein WM-Arbeitsplatz ist, der am 10. Juli beendet ist oder dass es gar ein Job bei einem börsennotierten Unternehmen ist. Gerade im letzten Fall könnte es sein, dass sich der Besitzer eines Arbeitsplatzes auch bei satten Gewinnen des Unternehmens recht schnell wieder auf der Straße befindet. Die Allianz z.B. macht vor, wie man seiner Verantwortung nicht gegenüber der Gesellschaft, sondern nur gegenüber seinen Aktionären nachkommt. Menschen werden dem Staat zur Verwaltung übergeben. Dieser scheint unfähig, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, sie wieder in existenzsichernde Arbeit zu bringen. Wie auch, wird doch das Verhalten der Allianz von der rot-schwarzen Allianz gefördert. Als Dankeschön gibts demnächst noch die Unternehmenssteuersenkung oben drauf. Sportlich will ich es so formulieren: Selbst Klinsmann weiß, dass das Spiel über den linken Flügel Erfolg versprechend ist! Die Linkspartei.PDS setzt auf Arbeitsmarktpolitik, die auch die Verantwortung der Wirtschaft für den Abbau der Arbeitslosigkeit festschreiben soll. Unser Ansatz bleibt:

* Neue Arbeitsplätze durch eine offensive Beschäftigungspolitik

* Arbeitszeitverkürzung und Überstundenabbau

* Entwicklung eines öffentlich finanzierten Beschäftigungssektors

* Überwindung von Hartz IV hin zu versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen durch die Bündelung von Mitteln aus Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik.

http://sozialisten.de/presse/presseerklaerungen/view_html?zid=33152

Mittwoch, 28. Juni 2006

Lohnniveau mehr und mehr unter dem Existenzminimum

Neue IMK-Untersuchung für Deutschland und Europa: Deutschland liegt bei den Arbeitskosten im Mittelfeld

„Deutschland liegt bei den Arbeitskosten für die Privatwirtschaft im Mittelfeld der EU15-Staaten - hinter den meisten nord- und westeuropäischen Industrieländern. 2004 mussten deutsche Arbeitgeber pro geleisteter Arbeitsstunde im Verarbeitenden Gewerbe und im privaten Dienstleistungsbereich 26,22 Euro aufwenden. Höher liegen die Arbeitskosten in Dänemark, Schweden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, den Niederlanden und Finnland - zwischen 30,70 Euro und 26,80 Euro pro Stunde. Geringfügig niedriger als in der Bundesrepublik sind die Arbeitskosten in Österreich (25,30 Euro) und Großbritannien (24,70 Euro). Einen deutlicheren Abstand gibt es nur zu den "alten" EU-Mitgliedern in Südeuropa sowie zu den mittel- und osteuropäischen Beitrittsländern…“ Aus der Pressemitteilung der Hans Böckler Stiftung vom 14.06.2006 http://www.boeckler.de/cps/rde/xchg/SID-3D0AB75D-E61BB85D/hbs/hs.xsl/320_82231.html

Siehe dazu den IMK Report Nr. 11 vom Juni 2006 (pdf) http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_11_2006.pdf


Lohnniveau mehr und mehr unter dem Existenzminimum

Vortrag von Rainer Roth vor Opel-Arbeitern in Bad Sassendorf am 22.06.2006
(pdf) http://www.labournet.de/diskussion/arbeitsalltag/lohn/roth06.pdf


Bedarfsdeckende Bruttoarbeitsentgelte

„Im Durchschnitt der alten Bundesländer muss eine allein lebende Person ein monatliches Bruttoarbeitsentgelt von 1.314 € erzielen, um nicht mehr »Hartz IV«-berechtigt zu sein; dies entspricht bei einer 35-(40-)Stunden-Woche einem Stundenlohn von 8,64 € (7,60 €). Angesichts des Umstandes, dass in Deutschland ein Fünftel aller abhängig Beschäftigten für Niedriglöhne arbeitet, legen die hier ermittelten Daten die Vermutung nahe, dass es eine nicht geringe Zahl an Erwerbstätigen-Haushalten gibt, die Anspruch auf aufstockende Leistungen des SGB II hätten, diesen Anspruch aber vor allem aus Unkenntnis nicht geltend machen..“ Arbeitspapier von Johannes Steffen vom Mai 2006 (pdf) http://www.arbeitnehmerkammer.de/sozialpolitik/doku/05_soziales/sgb_ii/2006_05_08_bedarfsdeckende_Bruttoentgelte.pdf

Zitat zum Thema

„Diätensteigerung

Nach einem Vorschlag des Parlamentspräsidenten sollen die Bundestagsabgeordnetendiäten künftig genauso wie die allgemeinen Löhne steigen. Allerdings wurde bei diesem Vorschlag wohl nicht bedacht, dass es in Deutschland als einzigem europäischem Land seit mehreren Jahren nur noch Reallohnsenkungen gibt.“ Aus Deutscher Einheit(z)-Textdienst von Werner Lutz 4/06


Aus: LabourNet, 28. Juni 2006

Für HARTV IV-EmpfängerInnen wird die Lernmittelfreiheit abgeschafft

„ALG-II-EmpfängerInnen aus Nordrhein-Westfalen (NRW) müssen sich darauf einstellen, den Eigenanteil der Schulbücher ihrer Kinder demnächst selbst bezahlen zu müssen. Das haben die Stadträte von Essen und Bochum jetzt beschlossen. In Duisburg ist der Beschluss nur noch Formsache. Auch Düsseldorf denkt darüber nach…“ ZWD-Meldung vom 14.06.2006 http://www.zwd.info/story.php?&cat=10&subcat=10&x=10&storyid=5164


Aus: LabourNet, 28. Juni 2006

Schuld für das Ausbildungsdebakel nicht jungen Menschen in die Schuhe schieben

Ausbildungspakt gescheitert – Arbeitgeber machen es sich zu leicht - Potentiale bei Schülern heben

Sonderseite beim DGB mit Statistiken zur Ausbildungssituation und Fakten/Argumente zur Ausbildungsplatzumlage http://www.dgb.de/homepage_kurztexte/ausbildungspakt.htm/


Schuld für das Ausbildungsdebakel nicht jungen Menschen in die Schuhe schieben

„"Die Lage am Ausbildungsmarkt spitzt sich auch in diesem Jahr weiter zu. Die rechnerische Lücke zwischen Nachfrage und Angebot liegt derzeit bei 275.000 Plätzen. Nahezu jeder zweite Bewerber sucht schon seit mehr als einem Jahr eine Lehrstelle. Die Zahl derjenigen, die mit Warteschleifen und schulischen Angeboten abgespeist werden, wird in diesem Jahr vermutlich höher sein als die Zahl derer, die einen betrieblichen Ausbildungsplatz bekommen. Das ist das Ergebnis des sogenannten Ausbildungspaktes. Nur noch 23% der Betriebe bilden aus. 1980 waren es noch 35%. Dreiviertel aller Betriebe bedienen sich also aus der Ausbildung anderer…“ DGB-Pressemitteilung von stellvertretender DGB Vorsitzender Ingrid Sehrbrock und IG Metall Vorstandsmitglied Regina Görner vom 21.06.2006 http://www.dgb.de/presse/pressemeldungen/pmdb/pressemeldung_single?pmid=2788


Zu wenige Lehrstellen. Die Arbeitslosen von morgen

Statt eine Lehre zu beginnen, landen hundertausende Jugendliche in öffentlich geförderten Maßnahmen. Dort werden sie "ausbildungsreif" gemacht. Artikel von Nicola Holzapfel in SZ vom 30.05.2006 http://www.sueddeutsche.de/,tt3m3/jobkarriere/berufstudium/artikel/964/76888/


Aus: LabourNet, 28. Juni 2006

Montag, 26. Juni 2006

The working classes are back and they are giving nightmares to politicians and to political scientists

Nightmares

They were believed to be dead and buried at the same time as class warfare and the proletariat. But now they are back - the working classes - and they are giving nightmares to politicians and to political scientists, ruining electoral prognostics and results over and over again ...

http://www.truthout.org/docs_2006/062606H.shtml

Steinbrück und Merkel wollen die Unternehmensentlastung ungeniert fortschreiben

Fluchtpunkt Minimalsteuer

Artikel von Hans Thie in Freitag vom 23.06.2006 http://www.freitag.de/2006/25/06250102.php

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Krankheit und Armut in der Sozialversicherung

Regierung: Alg II darf bei stationärem Krankenhausaufenthalt gekürzt werden

„Das Arbeitslosengeld II (Alg II) darf bei einem stationären Krankenhaushalt bei Vollverpflegung um bis zu 35 Prozent gekürzt werden. Darauf habe sich das frühere Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit in Abstimmung mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge geeinigt, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (16/1838) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (16/1730). Grundlage dafür sei das Bedarfsdeckungsprinzip, wonach die Regelleistung dann zu mindern ist, wenn der Bedarf anderweitig gedeckt ist. Deshalb halte sie die Kürzung auch für rechtlich zulässig, schreibt die Regierung weiter.“ hib-Meldung vom 21.6.06 http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2006/2006_192/06.html

Siehe dazu

Die Kleine Anfrage der Linksfraktion (16/1730)(pdf) http://dip.bundestag.de/btd/16/017/1601730.pdf

Die Antwort der Bundesregierung (16/1838) (pdf) http://dip.bundestag.de/btd/16/018/1601838.pdf


Aus: LabourNet, 26. Juni 2006

Scharfe Kritik am Bericht des Ombudsrates - Grundsicherung für Arbeitsuchende

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Folgenden erhalten Sie unsere Stellungnahme zum Bericht des Ombutsrates http://tinyurl.com/nq6su . Für Rückfragen stehe ich Ihnen unter (0160) 42 58 910 zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Jäger
(Geschäftsführer)


Kritik am Schlussbericht des von der Bundesregierung eingesetzten Ombudsrates zur Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende vom 23. Juni 2006 äußert die Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen e.V. (BAG-SHI).

Auch wenn der Bericht zum Teil die für die Betroffenen schwerwiegenden Missstände wie die Unverständlichkeit der Bescheide, die zu lange Bearbeitungszeit der Anträge, die schwierige Erreichbarkeit der zuständigen Stellen und die regional unterschiedliche Anwendung der Gesetze benenne, konzentriere er sich zu sehr auf die verwaltungstechnisch-organistorische Seite der Leistungsgewährung, so die BAG-SHI.

So gehe der Bericht insbesondere nicht auf die Probleme der zu geringen Leistungsausgestaltung und die unzureichende Rechtsposition von Leistungsberechtigten ein, so Andreas Geiger, Vorsitzender der BAG-SHI: „Leider erwähnt der Bericht weder die Probleme, die den Menschen aufgrund der zu niedrigen Ausgestaltung der Regelleistung entstehen, noch die fehlenden Öffnungsmöglichkeiten, beispielsweise für Leistungen im Bereich der Lernmittel oder im medizinischen Bereich. Grundsätzlich zu bemängeln ist, dass die dramatischen Folgen und Auswirkungen der unzulänglich Leistungsgewährung auf die Menschen nicht ausreichend gewichtet werden.“

Die BAG-SHI kritisiert die Tendenz des Ombudsrates, die Ausweitung eines dauerhaften Niedriglohnarbeitsmarktes zu befürworten und die im Bericht erhobene Forderung, das Angebot von Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (so genannte ‚1-€-Jobs’) auszuweiten. Stattdessen fordert die BAG-SHI die Schaffung von existenzsichernder, soziaversicherungspflichtiger Beschäftigung.

Die BAG-SHI besteht seit 1991 als bundesweiter Zusammenschluss von im sozialen Bereich tätigen Beratungsinitiativen und -organisationen.

Frank Jäger
Geschäftsführer
Für Rückfragen: (0160) 42 58 910
Moselstr. 25
60329 Frankfurt
fon (069) 27 22 08 96
fax (069) 27 22 08 97
jaeger@bag-shi.de

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Grundsicherung für Arbeitsuchende

Schlussbericht des Ombudsrats vom 23. Juni 2006 (pdf) http://www.ombudsrat.de/Ombudsrat/Redaktion/Medien/Anlagen/abschlussbericht,property=pdf,bereich=ombudsrat,sprache=de,rwb=true.pdf

Siehe dazu auch:

Hartz IV: Einfache Arbeit "aus der Schmuddelecke holen"

„In seinem Bericht beklagt der Ombudsrat das Organisationschaos zwischen Bundesagentur, Kommunen und Ländern. Korrekturen allein seien zu wenig. Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) hat sich der Forderung des Hartz-IV-Ombudsrates angeschlossen, einfache Arbeit dürfe nicht als unzumutbar gelten. Bei der Übergabe des Schlussberichts der Hartz-IV-Wächter sagte der Minister, alle müssten sich stärker an den Gedanken gewöhnen, „dass jede menschenwürdige Arbeit ehrenwert ist“…“ Artikel von Nina Bovensiepen in der SZ vom 24.6.2006 http://www.sueddeutsche.de/,polm3/deutschland/artikel/5/78926/

Leistungen und Auswirkungen > Kostenexplosion?

Missbrauch und Kostenexplosion bei Hartz IV? WSI-Thesen zur aktuellen Reformdiskussion

Studie von Judith Aust, Silke Bothfeld, Simone Leiber, Till Müller-Schoell und Britta Seine (WSI) vom Juni 2006 (pdf) http://www.arbeitnehmerkammer.de/sozialpolitik/doku/01_aktuell/ticker/2006/2006_06_22_wsi_hartz4.pdf

1-Euro-Jobs: Grundinfos für BR/PR

Einsatz von Ein-Euro-Jobbern mitbestimmungspflichtig

Mit einem heute verkündeten Beschluss hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel entschieden, dass der Einsatz sog. Ein-Euro-Kräfte bei den Verwaltungsbehörden im Bundesland Hessen der Mitbestimmung des jeweiligen Personalrats unterliegt. Siehe die Pressemitteilung Nr. 12/2006 vom 22. Juni 2006 (pdf) http://www.vgh-kassel.justiz.hessen.de/C1256CD00049530B/vwContentByKey/W26QZGB4034JUSZDE/$File/06-06-22%20Einsatz%20von%20Ein-Euro-Jobbern%20mitbestimmungspflichtig.pdf

Träger der 1-Euro-Jobs

Gießen, spielen und zuhören. Als zusätzliche Kräfte sind Ein-Euro-Jobber in Seniorenheimen beliebt. Das fehlende qualifizierte Personal können sie nicht ersetzen

Artikel von Sabine Drangsal in Freitag vom 23.06.2006 http://www.freitag.de/2006/25/06250401.php


Aus: LabourNet, 26. Juni 2006

Schluss mit dem Schattenboxen gegen angeblichen Missbrauch!

#Die Linkspartei.PDS: Pressemitteilungen

26. Juni 2006

Zu den aktuellen Äußerungen des Fraktionsvorsitzenden der SPD Peter Struck über angeblichen Missbrauch erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende Katja Kipping:

Die Hetze führender SPD-Politiker gegen Erwerbslose wird immer unverfrorener. Die Äußerung Strucks "Künftig müsse Missbrauch geächtet werden." erweckt den Eindruck, es gäbe massenhaften Missbrauch. Die Auswertung des aktuellen Datenabgleichs der Bundesagentur straft aber die Strucksche Unterstellung Lügen. Das Ergebnis des Abgleichs von 3,2 Millionen Datensätze lautet klar und deutlich: Die Zahl der falschen Angaben liegt im Promillebereich: Nur in 60.000 Fällen führte der Datenabgleich zu Kürzungen der Leistungen. Dabei wurden lediglich 27 Mio. Euro beim ALG II eingespart. Die Einsparpotentiale beim angeblichen Missbrauch sind also vernachlässigbar. Die Linkspartei.PDS fordert die SPD auf: Schluss mit dem Schattenboxen gegen angeblichen Missbrauch! Wer den Haushalt aufbessern will, muss die Steuern auf Vermögen und Gewinne erhöhen. Struck verweist darauf, dass es sich bei den Sozialausgaben um Geld des Steuerzahlers handelt, welches "Cent um Cent hart erarbeitet" wurde. Es ist tatsächlich ein Problem, dass die Steuerlast immer mehr durch die Beschäftigten zu tragen ist. Nahm doch der Anteil der Lohnsteuer am gesamten Steueraufkommen in den letzten Jahren deutlich zu. Dies ändert man jedoch nicht dadurch, dass Erwerbslose ins Elend geschickt werden. Um dies zu ändern, muss der Anteil der Steuern auf Vermögen und Unternehmensgewinne erhöht werden. Anstatt den schwarzen Peter für die strukturell bedingte Massenarbeitslosigkeit den Erwerbslosen in die Schuhe zu schieben, sollte Peter Struck sich für einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor einsetzen und die Einrichtung von Schulsozialarbeiterstellen auf Landesebene wie in Mecklenburg-Vorpommern von Bundesseite aus unterstützen.

http://sozialisten.de/presse/presseerklaerungen/view_html?zid=33111

Schlechtes Zeugnis für Hartz IV

#Die Linkspartei.PDS: Pressemitteilungen

23. Juni 2006

Zum Abschlussbericht des Hartz-IV-Ombudsrates erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende Katja Kipping:

Der Ombudsrat spricht in seinem Abschlussbericht von Organisationschaos und "bürokratischem Monster", welches mit der Organisationsstruktur zur Umsetzung von Hartz IV geschaffen worden ist. Damit stellt er den Hartz-IV-Parteien von rot-grün bis schwarz-gelb ein schlechtes Zeugnis aus. Nichts also mit dem versprochenen Bürokratieabbau und Leistungen aus einer Hand für Betroffene. Der Ombudsrat hat als "Kummerkasten" die Fragen, Probleme und Beschwerden der Langzeitarbeitslosen aus erster Hand erfahren. Entsprechende Schlussfolgerungen stehen noch aus. Deutlich wurde, der Ombudsrat ersetzt keine unabhängige persönliche Beratung der Bürgerinnen und Bürger. Die Linkspartei erneuert ihre Forderung, dass Leistungsbezieher künftig vor Ort beraten und unterstützt werden, unabhängig von den offensichtlich stark mit sich selbst beschäftigten Arbeitsgemeinschaften und Agenturen. Ein entsprechender Antrag der Fraktion DIE LINKE. auf Finanzierung einer solchen unabhängigen Beratung wurde im Rahmen der Haushaltsdebatte von der Großen Koalition leider abgelehnt. Nun, da der Ombudsrat seine Arbeit einstellt, scheint uns die Erfüllung dieser Forderung dringlicher denn je. Die Forderung des Ombudsrates nach einem gesetzlichen Mindestlohn bekräftigt die derzeitige Kampagne der Linkspartei für einen Mindestlohn von 8 Euro pro Stunde. Über eine Million Menschen müssen ihr geringes Erwerbseinkommen mit Hartz IV aufstocken. Wenn der Ombudsrat kein Placebo, sondern ernst zu nehmendes Gremium war, dann muss die Große Koalition jetzt Konsequenzen ziehen.

http://sozialisten.de/presse/presseerklaerungen/view_html?zid=33100

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