Wenn das Ohr heiß wird

HLV INFO 14/AT

13-02-2007

Volker Hartenstein, MdL a.D. 11.02.07


Dr.-Ing. Hans Schmidt
82515 Wolfratshausen

3.02.2007


Leserbrief

An die Redaktion der Süddeutschen Zeitung
fax 089/2183-787


Sehr geehrter Damen und Herren,

ich beziehe mich auf Ihren Artikel in der SZ vom vergangenen Freitag, den 2.2.07, „Wenn das Ohr heiß wird…“ und bitte um Veröffentlichung folgender Zeilen (geht parallel auch als e-mail an Sie):

„Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt einen Grenzwert von 2 Watt pro kg“ steht am Freitag in der SZ. Verschämt hat die SZ am folgenden Tag die Richtigstellung des BfS an unauffälliger Stelle nachgeschoben, dass dieses Amt seit langer Zeit nur noch Handys mit einem Wert von maximal 0.6 Watt pro kg empfiehlt. Dies ist nicht der einzige Ausrutscher in diesem pseudo-wissenschaftlichen Artikel, der offensichtlich die Unruhe dämpfen sollte nach der Schlagzeile vom 31. Januar auf der ersten Seite der SZ, „Handys können Krebs auslösen“.

Die unverfrorenste Ente wird auf die Frage „Schädigt ein Handy in der Hosentasche die Potenz oder die Fruchtbarkeit?“ losgelassen: „Nein, darauf gibt es keinen Hinweis, weder in Tierstudien noch in Untersuchungen an Menschen“.

Dabei hat schon die große ECOLOG-Metastudie von Dr. Neitzke im Jahr 2001 („Bewertung der Risiken elektromagnetischer Felder für Umwelt und Gesundheit“ im Auftrag der Telekom) folgende Wirkungen der Strahlung unter der Kategorie „Hinweise“ aufgeführt: Hodenkrebs (Epidemiologie), Unfruchtbarkeit (Epidemiologie und Tierexperiment) und Missbildungen (Epidemiologie).

Allein im letzten Jahr sind mehrere Arbeiten veröffentlicht worden, die einen deutlichen Zusammenhang zwischen Strahlung und Fruchtbarkeit aufzeigen, z. B. „Effekt von elektromagnetischer Strahlung eines Handys auf die Beweglichkeit menschlicher Spermien“ (Arch Med Res. Oktober 2006); auf einer Konferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (New Orleans Oktober 2006) wurde die Fruchtbarkeit von Männern mit unterschiedlicher Handynutzungsdauer (maximal 4 Stunden am Tag) diskutiert.

In einem Artikel („Wachsende Bedenken wegen männlicher Fruchtbarkeit und der Nutzung von Mobiltelefonen“, Arch Androl Jan-Feb 2006) wird festgestellt,: „Es gibt viele Tierstudien die zeigen dass elektromagnetische Felder eine große Zahl schädlicher Effekte auf das männliche Reproduktionssystem und die Spermienqualität haben“.

Dies steht im klaren Widerspruch zu der Aussage der SZ. Es bleibt das Geheimnis der Redaktion, auf welcher Datenbasis sie zu ihrer Sichtweise gekommen ist – wissenschaftlich ist dies sicher nicht, wenn so viele anderslautende Veröffentlichungen unterschlagen werden.

Vielen Dank im Voraus für die Veröffentlichung

--------

Volker Hartenstein, MdL a.D. 11.02.07

Anlässlich der jüngsten Debatte um mögliche Gefahren der Mobilfunktechnologie erklärt Sylvia Kotting-Uhl, umweltpolitische Sprecherin:

Als Reaktion auf den Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 31. Januar über Krebsgefahren durch Handys drohen einige große Medien nun ins andere Extrem zu verfallen und tun so, als sei die Ungefährlichkeit des Mobilfunks erwiesen. Das ist falsch. Es ist nicht angemessen die Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung nun zu verharmlosen.

Gerade bezüglich der Auswirkung auf Kinder und Jugendlichen und der Langzeitwirkung der Handystrahlung wissen wir noch immer zu wenig. Es gibt durchaus ernst zu nehmende Hinweise darauf, dass der Mobilfunk hier die Gesundheit schädigen kann. Deshalb bestehen wir hierüber auch auf weiteren Forschungen. Gerade wegen der ungeklärten Auswirkungen muss zudem den Verbraucherinnen und Verbrauchern durch eine klare Kennzeichnung der Handys nach ihrer Strahlungsintensität die Möglichkeit gegeben werden, eigene Prioritäten zu setzen.

Wir werden entsprechende Anträge dazu im Bundestag stellen.

(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN



PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN

NR. 0117 Datum: 31. Januar 2007

Grüne fordern Handykennzeichnung und verstärkte Forschung über Langzeitwirkungen von Mobilfunkstrahlung

Zu den heute in der Süddeutschen Zeitung beschriebenen Ergebnissen einer europäischen Studie zu Gesundheitsgefährdung durch das Telefonieren mit Handys erklärt Sylvia Kotting-Uhl, umweltpolitische Sprecherin:

Wenn sich die aufgeführten Hinweise auf einen Zusammenhang von Handytelefonie und Erhöhung des Krebsrisikos bewahrheiten, ist sofortiges Handeln erforderlich.

Bisher gingen Forscherinnen und Forscher sowie Behörden davon aus, dass es weder bei Handys noch bei Sendemasten Beweise für Gesundheitsschädigungen gebe. Wenn sich die Ergebnisse der Studie bestätigen, muss auch die von den Sendemasten ausgehende Strahlenbelastung neu bewertet werden.

Wir fordern in einem gestern beschlossenen Antrag eine sofortige gesetzliche Regelung zur Klassifizierung der Strahlungsintensität von Handys. Dieser Antrag wird in der nächsten Sitzungswoche des deutschen Bundestags eingebracht.

Wir fordern zudem, mögliche Gefahren des Mobilfunks weiter zu erforschen. Dazu soll das deutsche Mobilfunkforschungsprogramm, das in diesem Jahr ausläuft, fortgesetzt werden. Insbesondere müssen die Langzeitfolgen und die Folgen für besonders gefährdete Gruppen, wie etwa Kinder und Jugendliche intensiviert werden.

(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN


Quelle/Informant: Herr Seifermann, Ba-Ba

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Handys können Krebs auslösen
//omega.twoday.net/stories/3261806/

Zunahme der Hirntumore bei Handy-Vieltefonierern: Risiko steigt um 39 Prozent
//omega.twoday.net/stories/3261838/

Lösen Handys Krebs aus, Krebs durch Handy-Strahlung?
//omega.twoday.net/stories/3265429/

Handy am Ohr: Hirntumor?
//omega.twoday.net/stories/3270151/

Langzeitstudie aus Dänemark: kein Krebsrisiko durch Handy-Strahlung?
//omega.twoday.net/stories/3040849/

Kein Beweis für ein erhöhtes Risiko durch Handys?
//omega.twoday.net/stories/3271250/

Elektrosmog als Krebsrisiko: Kein Krebsrisiko durch Handy-Strahlung?
//omega.twoday.net/stories/3271439/

Flucht aus Oberammergau: Pfarrer flüchtet vor Handy-Strahlung
//omega.twoday.net/stories/3258411/

Mobilfunk und Gesundheit
//omega.twoday.net/stories/3300771/

Wissenschaft zu Mobilfunk
//tinyurl.com/93epp



//omega.twoday.net/search?q=Spermien

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