Cuts in Social Welfare - Sozialabbau

Donnerstag, 24. August 2006

Fehlende gesetzliche Regelungen gegen Sozialmissbrauch und Rechtsbrüche durch die ARGEN

Zur Petition von Armin Kammrad vom 09.04.2006 - siehe http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/zwang/rechtsbruch.html - dokumentieren wir heute:

Stellungnahme des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 1. August 2006 (pdf) http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/zwang/rechtsbruch3.pdf

Die Antwort von Armin Kammrad hierauf vom 21.08.2006 http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/zwang/rechtsbruch4.html

Aus dem Text: „…So bestehen die ersten beiden Seiten der Stellungnahme des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales nur aus der Aneinanderreihung von Allgemeinplätzen, ohne jeden Bezug zur gesellschaftlichen Realität; diese bleibt völlig ausgeblendet. Teilweise werden sogar reine Absichtserklärungen für die Zukunft abgegeben („Das wird aber sozial ausgewogen geschehen“, S.2 BMAS, „Zu dieser Anstrengung will die Bundesregierung Mut machen“, S.2 BMAS, usw. usf.). (…) Denn nicht die verfassungsrechtlich garantierten Grundrechte, nicht die Verteidigung des Sozialstaates, sondern die „Veränderungsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft müssen zum Ausgangspunkt genommen werden“ (S.2 BMAS). Deutlicher kann man kaum sagen, dass die sog. „Arbeitsmarktpolitik“ sich zuerst an den Renditeerwartungen der Wirtschaft orientiert; die Orientierung an das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes wird dem also eindeutig nachgeordnet. (…) Die Stellungnahme des BMAS widerlegt also nicht meine Behauptung von einem Zwei-Klassen-Recht, sondern bestätigt sie. Ändern will man daran sowie so nichts. Die ganze sog. „Fortentwicklung von SGB II“ baut darauf auf, dass rechtwidriges Verhalten nur bei den ALG II-Bezieher anzunehmen sei, was allein schon ein verfassungswidriges Vorgehen darstellt. Denn die Rechtsbrüche der staatlichen Stellen selbst werden völlig ignoriert, sind eben für den Gesetzgeber „nicht existent“…“


Aus: LabourNet, 24. August 2006

Mittwoch, 23. August 2006

Etikettenschwindel

#Die Linkspartei.PDS: Pressemitteilungen

http://sozialisten.de/presse/presseerklaerungen/view_html?zid=33703

23. August 2006

Heute wird das Thema "Mindestlohn" im Bundeskabinett Thema sein. Die Regierung berät einen Gesetzentwurf, mit dem das Entsendegesetz für die Baubranche auf das Gebäudereiniger-Handwerk ausgedehnt werden soll. Dazu erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende Katja Kipping:

Es ist höchste Zeit für einen gesetzlichen Mindestlohn. Diese Forderung der Gewerkschaften und der Linkspartei.PDS ist zwar bei den Regierenden angekommen, aber, das Thema ist zu wichtig, als dass es weiterhin Spielball zwischen SPD und CDU sein darf. Der jetzt von Müntefering vorgelegte Vorschlag geht er am eigentlichen Problem vorbei. Es macht keinen Sinn, einen Mindestlohn nur für einzelne Branchen einzuführen. Das ist Etikettenschwindel. Notwendig ist ein gesetzlicher Mindestlohn für all jene, die keinen Tariflohn erhalten und für Armutslöhne arbeiten. Ein Mindestlohn nur für die Beschäftigten von einzelnen Branchen schafft neue soziale Ungerechtigkeiten und löst das Problem nicht. Vollkommen unverständlich ist, dass erneut unterschiedliche Sätze in Ost und West gelten sollen. Damit werden Ostdeutsche erneut als Bürger zweiter Klasse abgestempelt und das 16 Jahre nach Wiederherstellung der deutschen Einheit. Nach den heftigen Auseinandersetzungen in den vergangenen Tagen und der nach wie vor ablehnenden Haltung breiter Kreise der Union wird sich heute erstmals zeigen, wie ernst Angela Merkels jüngstes Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft, zu Solidarität und Gerechtigkeit zu nehmen ist. Schöne Worte reichen nicht aus, die Regierungschefin muss auch handeln. Nur durch einen gesetzlichen Mindestlohn können Dumpinglöhne wirksam bekämpft werden. Die Linkspartei.PDS und der Fraktion DIE LINKE bleiben dabei: Von Arbeit muss man leben können unabhängig davon, in welcher Branche man tätig ist. Deshalb führen wir unsere Kampagne für einen gesetzlichen Mindestlohn von 8 Euro die Stunde fort. Das entspricht einem Einkommen oberhalb der Pfändungsfreigrenze, die derzeit bei monatlich 990 Euro liegt.

Montag, 21. August 2006

Hire & Fire: Glos will Kündigungsschutz weiter lockern

21.08.06

Wirtschaftsminister Michael Glos fordert in einem Beitrag für die "Süddeutsche Zeitung", den Kündigungsschutz stärker zu lockern, als im Koalitionsvertrag vereinbart. Beim Kündigungsschutz dürften Spielräume, die geschaffen worden seien, nicht wieder zunichte gemacht werden, forderte Glos. Es bestehe die Gefahr, das sinnvolle Chancen zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes vergeudet würden, wenn man sich unreflektiert auf den Koalitionsvertrag fixiere. Union und SPD hatten darin vereinbart, dass Firmen die Probezeit bei Neueinstellungen von 6 auf 24 Monate verlängern dürfen. Im Gegenzug wurde die Möglichkeit beschränkt, Arbeitsverträge auf bis zu 24 Monate zu befristen, ohne dies sachlich zu begründen. Glos forderte jetzt, die Regelungen für befristete Einstellungen auszudehnen.

Die ganze Nachricht im Internet: http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=14261

Fordern und Fördern in der Debatte

Fordern und Fördern heißt die Parole. Aber wenn wir mal annehmen, es soll gefördert werden, wie funktioniert das denn ? Welche Leute beraten denn in den ArGes? Kann man als Arbeitsloser überhaupt darauf vertrauen, verläßlich beraten und unterstützt zu werden? Was kann man von guten Beratern erwarten und wer sollte es machen, unabhängige Berater oder behördliche Berater? Zwei unterschiedliche Blickwinkel wurden dazu auf zwei verschiedenen Fachtagungen vertreten:

Wo vollzieht sich Fördern und Fordern? Der Blick auf die MitarbeiterInnen

Vortrag von Rainer Göckler, Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Mannheim, in der Dokumentation zur Fachtagung "Netzwerk SGB II" am 3./4. Mai in Leipzig: Erfahrungen aus der lokalen Umsetzung des SGB II – Strukturen, Leistungsprozesse, Handlungsbedarfe (pdf), Seite 39-50. http://www.bridges-pam.de/download.php?id=922439,66,1

Beratung und persönliche Unterstützung beim Fallmanagement unter neuen rechtlichen Rahmenbedingungen

Vortrag von Helga Spindler in der Dokumentation der Fachtagung „Vom Fordern und Fördern“. Elemente zur Koordination und Beratung im Fallmanagement des Diakonischen Werks der Ev.-luth. Landeskirche Braunschweig eV. vom 5. Oktober 2005 (pdf), Seite 8-19 http://www.diakonie-braunschweig.de/opencms/export/sites/DiakonischesWerk/_system/Organisation/DW-Geschaeftsstelle/Dateien/Dokumentation-Fachtag-2005.pdf


Aus: LabourNet, 21. August 2006

Eine andere Gesellschaft ist nötig: zum Konzept einer Sozialpolitik als soziale Infrastruktur

http://www.links-netz.de/K_texte/K_hirsch_sozialpolitik.html

Samstag, 19. August 2006

Pannenserie bei der Arbeitslosengeld-Berechnung geht weiter

http://www.heise.de/newsticker/meldung/77031

Mittwoch, 16. August 2006

SBG XII-Änderungsgesetz: Tacheles e.V. fordert spürbare Verbesserungen für SozialhilfebezieherInnen

Gesetzliche Grundlagen der Lohnersatzleistungen

SBG XII-Änderungsgesetz – erster Arbeitsentwurf liegt vor. Der Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein Tacheles e.V. fordert spürbare Verbesserungen für SozialhilfebezieherInnen

„Längst fällige Nachbesserungen bei der Sozialhilfe sind mit dem SGB XII-Änderungsgesetz für Januar 2007 geplant. Ein erster Entwurf für dieses Gesetz, das im November diesen Jahres vom Bundestag verabschiedet werden soll, beinhaltet neben einer Reihe redaktioneller Änderungen vor allem die Angleichung des SGB XII-Regelsatzes in den neuen Bundeseländern auf Westniveau. Ungeachtet dessen bleiben zahlreiche Benachteiligungen von SGB XII-Leistungsberechtigten unangetastet…“ Tacheles-Meldung vom 14. August 2006 http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2006/SGB_XII_Aenderungsgesetz-1.aspx

Siehe dazu:

Ministerialentwurf zur Änderung des SGB XII (pdf, 1,5 MB) http://www.harald-thome.de/media/files/Gesetzestexte%20SGB%20II%20+%20VO/Gesetzestexte%20SGB%20XII%20+%20VO/SGB_XII_-_Entwurf_10-7-06.pdf


Aus: LabourNet, 16. August 2006

Idealisierung der Lohnarbeit

Welche Utopie brauchen wir? (Wider die Idealisierung der Lohnarbeitslosigkeit)

„Harald Rein hat auf die Kritik Rainer Roths am BGE geantwortet und da ich ein wenig an der Broschüre von Rainer mitgearbeitet habe, fühle auch ich mich angesprochen und will antworten, möglichst knapp und zugespitzt…“ Artikel von Robert Schlosser http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/existenz/schlosser.html

Es handelt sich dabei um die Antwort auf den Beitrag: Idealisierung der Lohnarbeit. Anmerkungen zu Rainer Roth's Polemik zum bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) von Harald Rein vom Juli 2006 http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/existenz/polemik.html


Aus: LabourNet, 16. August 2006

Montag, 14. August 2006

Arbeitslose ein deutlich höheres Sterberisiko als gleichaltrige Erwerbstätige

Faule Drückeberger?: Arbeitslose sterben offenbar früher (14.08.06)

Arbeitslose haben offenbar ein deutlich höheres Sterberisiko als gleichaltrige Erwerbstätige. Das geht aus einer Studie des Instituts für medizinische Psychologie der Universität Leipzig hervor, wie die Zeitschrift "Super Illu" am Sonntag vorab berichtete. Danach ist bei Menschen ohne Job die Sterblichkeit bereits kurz nach Beginn der Arbeitslosigkeit mehr als doppelt so hoch. Ursache seien vor allem Depressionen und Suchtkrankheiten wie Alkoholismus, bei Frauen auch Tablettensucht, Erschöpfungssymptome und Bluthochdruck bis hin zum Herzinfarkt. Diese Krankheiten seien bei Arbeitslosen "viel häufiger als bei Menschen, die einen Job haben", so Brähler. Ihre Sterblichkeit sei dadurch massiv erhöht, schon kurz nach Eintritt der Arbeitslosigkeit sei sie mehr doppelt so hoch wie bei Erwerbstätigen.

Die ganze Nachricht im Internet: http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=14212

Arme aller Länder vereinigt Euch: Erwerbslose in Bewegung

WTO, Seattle & ff. - Gipfel und Globalisierungsproteste > G-8-Gipfel im Sommer 2007 in Heiligendamm

CampInski guter Auftakt für Gipfelproteste im kommenden Jahr

„Zehn Tage lang haben G 8 GegnerInnen in Steinhagen den Protest gegen den Gipfel in Heiligendamm 2007 diskutiert und vorbereitet. "Das Camp hatte in erster Linie die Idee, Widerstand zu vernetzen, um im kommenden Jahr gemeinsam den Protest zu koordinieren und zu gestalten. Das ist voll gelungen", so Rosa Camper, Sprecherin des Campinski. Neben der konkreten Vorbereitung gab es über 150 Workshops und Veranstaltungen nicht nur zu den vier Schwerpunkten globale Landwirtschaft, NPD-Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern, Migration, Militarismus. "Die Zahl von über 1000 TeilnehmerInnen hat unsere Erwartungen übertroffen. Das ist ein gutes Zeichen für die Proteste im kommenden Jahr", so Camper. Insgesamt werden rund 15.000 AktivistInnen aus aller Welt erwartet…“ Pressemitteilung zum erfolgreichen Abschluss des Camps http://camp06.org/Presse#Pressemitteilung_zum_erfolgreichen_Abschluss_des_Camps

Siehe dazu auch:

Polizeieinsatz am Badetag in Heiligendamm

„Gestern, am Freitag, den 11. 8.06, fand im Rahmen der Aktivitäten des Campinski ein "demonstrativer Badetag" in Heiligendamm statt. Das Ziel war, den vielfältigen Widerstand gegen das G8-Treffen nächstes Jahr direkt vor Ort zu präsentieren. In unserem Focus stand dabei die geplante Privatisierung des öffenflichen Strandes in Heiligendamm durch den Eigentümer der Kempinski-Hotelkette, der Fundusgruppe…“ Presseerklärung des Camp Inski zu den Polizeieinsätzen gegen die Demonstrationen am 11.08.06 http://camp06.org/Presse#Presseerkl.C3.A4rung:_Polizeieinsatz_am_Badetag_in_Heiligendamm


Steinhagen: "Arme aller Länder - vereinigt Euch!"

„Unter dem Leitmotiv "Erwerbslose in Bewegung" berieten sich auf Einladung der Gruppe "Internationale KommunstInnen" am 10. August 2006 verschiedene Erwerbsloseninitiativen mit 19 TeilnehmerInnen von Camp Insky bei Steinhagen/ Hagebök bei Wismar…“ Bericht von von Anne Allex vom 14.08.2006 bei indymedia http://de.indymedia.org/2006/08/154964.shtml


Europäische Märsche gegen Prekarisierung zum G8-Gipfel nach Rostock

Verschiedene europäische Netzwerke von Obdachlosen, Erwerbslosen, prekär Beschäftigten, sowie Gewerkschafter und Friedensaktivisten haben auf dem Europäischen Sozialforum in Athen den Vorschlag aufgegriffen, eine europäische Mobilisierung nach Heiligendamm anlässlich des G8-Gipfels im Juni 2007 durch Sternmärsche nach Rostock zu verdeutlichen. Die Märsche richten sich gegen die globale Prekarisierung unserer Arbeits- und Lebensverhältnisse, die eine unmittelbare Folge der neoliberalen Globalisierung (Deregulierung, Privatisierung und Senkung der sog. Lohnnebenkosten) sind. Siehe dazu:

Aus ganz Europa: Auf nach Heiligendamm im Juni 2007! Projektvorstellung: Märsche durch Europa nach Heiligendamm (pdf) http://www.labournet.de/diskussion/wipo/seattle/g8-07/marschkonzept.pdf


Zweite Ausgabe der G8Xtra erschienen

Die zweite Ausgabe der vierseitigen Mobilisierungszeitung ist fertig. In der Nummer 2 finden sich u.a. Artikel zur Gegen-G8-Kultur, ein Interview mit Aktivisten zum Stand der Bewegung, zur regionalen Nazi-Szene in Mecklenburg-Vorpommern, und Informationen zum geplanten Aktionstag der migrationspolitischen Netzwerke. http://www.g8-2007.de/g8xtra/g8Xtra_02.pdf


Aus: LabourNet, 14. August 2006

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