Cuts in Social Welfare - Sozialabbau

Mittwoch, 24. Mai 2006

Fehlende gesetzliche Regelungen gegen Sozialmissbrauch und Rechtsbrüche durch die ARGEN

Petitionsrecht im Zusammenhang mit Sozialrecht

„… am 11(09).04.2006 verfasste ich eine Petition zum fehlenden Grundrechtsschutz von ALG II-Beziehern durch den Gesetzgeber. Diese schickte ich einerseits in Schriftform an den Petitionsausschuss, anderseits wollte ich die Möglichkeit einer „Öffentlichen Petition“ nutzen. Unter Pet 4-16-11-81503-00642 erhielt ich nun vom Petitionsausschuss die Mitteilung, dass meine Petition zwar angenommen jedoch nicht veröffentlicht wird, „weil das Anliegen zu pauschal gefasst und daher für eine sachliche und inhaltlich weiterführende öffentliche Diskussion nicht geeignet ist.“ (Schreiben v. 02.05.2006). Dieses Vorgehen verletzt mein Grundrecht aus GG Art. 17 (Petitionsrecht)…“ Antwort von Armin Kammrad vom 21.05.2006 an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/zwang/rechtsbruch2.html

Siehe dazu bereits im LabourNet:

Betrifft: Fehlende gesetzliche Regelungen gegen Sozialmissbrauch und Rechtsbrüche durch die ARGEN. Petition von Armin Kammrad vom 09.04.2006 an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/zwang/rechtsbruch.html


Aus: LabourNet, 24. Mai 2006

Dienstag, 23. Mai 2006

Bemerkenswerte Nebentätigkeiten von Politikern

Hintergrund: Bemerkenswerte Nebentätigkeiten von Politikern (23.05.06)

Über Nebentätigkeiten von Bundestagsabgeordneten wird seit Tagen heftig diskutiert. Anlass ist die Debatte um den Parlamentarischen Geschäftsführer der Unions-Fraktion, Norbert Röttgen (CDU), der zum Jahreswechsel Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) werden soll. Röttgen ist kein Einzelfall. Beispielsweise gehen auch die Abgeordneten Brandner, Göhner, Lauterbach, Lippold, Merz, Riesenhuber, Schultz und Wissmann bemerkenswerten Nebentätigkeiten nach.

Die ganze Nachricht im Internet: http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=13679

Auf die Straße gegen soziale Demontage

Bundesweite Demonstration am 03. Juni 2006 in Berlin

An ver.di ,den DGB und die DGB-Gewerkschaften: Auf die Straße gegen soziale Demontage am 3.6.06 in Berlin

Aufruf des „Netzwerk für eine kämpferische und demokratische verdi“ http://www.netzwerk-verdi.de/Demo2006-06-03.html

Aus dem Text: „… In anderen europäischen Ländern hätte jeder einzelne Angriff in den letzten Jahren zu Massenprotesten geführt. Wenn das in Deutschland bisher nicht der Fall war, liegt das nicht daran, dass die Bevölkerung hierzulande nicht zu mobilisieren ist, sondern daran, dass sie niemand mobilisiert. Die Gewerkschaften, deren Aufgabe es wäre mit Demonstrationen, Streiks bis hin zu politischen Streiks und Generalstreiks die Umverteilung von unten nach oben zu stoppen, sind nach wie vor unter Kontrolle von SPD-Funktionären, die keine Alternative haben zur neoliberalen Politik. Sie setzen auf Co-Management, Kanzlergespräche und Runde Tische. Sie wollen keine Massenbewegung, die die Basis aktiviert und dazu führen könnte ihre Politik zu untergraben. Deshalb blockieren sie die Kampfbereitschaft mit allen Mitteln. (…) Wir fordern alle ver.di-Gliederungen, Bezirke und den ver.di-Bundesvorstand auf, für die Demonstration in Berlin zu mobilisieren und kostenlose Busse zu organisieren.“


Aus: LabourNet, 23. Mai 2006

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Dezentrale bundesweite Proteste während der WM

Erwerbsloseninitiativen rufen zum dezentralen Aktionstag am 27. Juni auf

Vom 25. bis 28. Mai fand in Naumburg das Jahrestreffen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen
(BAG-SHI) statt. Das Anschlussplenum der Versammlung hat sich einstimmig für den 27. Juni als Aktionstag zur Durchführung von dezentralen Protesten gegen die Verschärfung der Hartz IV Reform ausgesprochen. Die VertreterInnen bestätigen damit das Votum des NRW-Vernetzungstreffen vom 24.05. Die zentrale Demo am 3. Juni müsse der Auftakt sein für Proteste gegen die Politik der großen Koalition. Ein abgestimmter Termin für Aktionen während der WM, könne dem Widerstand gegen weiter Kürzungen mittelfristig eine Perspektive verleihen, so die Meinung der TeilnehmerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Dezentrale Aktionen in NRW am 27. Juni 2006 wurden bereits vor einigen Tagen für NRW (Köln als Auftakt am Abend des 26. Juni) beschlossen.

"Schluss mit den Refomen gegen uns!" bundsweite Demonstration in Berlin am 3. Juni

Vorläufiges (!) Redner/Innenkonzept am 3. Juni http://www.protest2006.de/infos/allgemein/vorlaufiges_redekonzept_am_3._juni.html

siehe dazu:

»Die Mehrheit wollte, daß Frank Bsirske redet«

Soziale Bewegung mobilisiert nach Berlin. Gewerkschaften halten sich zurück, dürfen aber auf die Bühne. Ein Gespräch mit Daniela Schelling, Mitglied im Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne und im bundesweiten Vorbereitungskreis für die Demonstration gegen Sozialabbau am 3. Juni, von Wolfgang Pomrehn in junge Welt vom 30.05.2006 http://www.jungewelt.de/2006/05-30/052.php

Der Sonderzug aus Nordrhein-Westfalen wird am 3. Juni nach Berlin fahren

Fahrtroute: Koblenz (4:00 Uhr), Bonn, Köln, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund (ca. 5:00 Uhr) eventuell Hamm, Bielefeld, Hannover
(9:30), Berlin.

Es wird gebeten, alle Bus- und Autofahrten zur Anreise bei der Mitfahrzentrale von Attac einzutragen: http://www.attac.de/demo3.6/mfzpk/

Wir wollen Alles! Aufruf der Interventionistischen Linken http://www.antifa.de/cms/content/view/351/32


Aus: LabourNet, 30. Mai 2006

Montag, 22. Mai 2006

Die working poor in der deutschen Erwachsenenbildung

Abwärts immer

Prekär, schlecht bezahlt, kaum abgesichert, nie krank: die working poor in der deutschen Erwachsenenbildung. Fragmente aus ihrem täglichen Leben und Arbeiten, gesammelt von Birgit Schmidt, veröffentlicht in der Jungle World vom 17.05.2006. http://jungle-world.com/seiten/2006/20/7782.php

Aus dem Text: „(…) Die Frage, wie viele es heutzutage sind, die auf Honorarbasis an Volkshochschulen, Privatschulen und Bildungsträgern unterrichten und zwar ausschließlich, ist wegen des Mangels an statistischem Material nur unzureichend zu beantworten. Schätzungsweise 80000 bis 100000 Menschen arbeiten hauptberuflich in der Weiterbildung, heißt es in einem aktuellen Papier des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (Susanne Kraft: Umbrüche in der Weiterbildung – dramatische Konsequenzen für das Weiterbildungspersonal). Dazu kommen
600000 bis 700000 nebenberuflich Beschäftigte. Nebenberuflich aber heißt: Sie unterrichten wenige Stunden pro Woche. Ob die Betreffenden damit ihren gesamten Lebensunterhalt bestreiten müssen oder nicht, ist unklar…“


Aus: LabourNet, 22. Mai 2006

Hartz IV ist nicht nur ein »Webfehler«

DGB-Bundeskongress 2006

Keine Kehrtwende

Ein Kurswechsel ist beim am Montag beginnenden Kongreß des Deutschen Gewerkschaftsbundes nicht zu erwarten. Nur Personalfragen versprechen einige Spannung. Artikel von Herbert Wulff in junge Welt vom 20.5.06 http://www.jungewelt.de/2006/05-20/025.php

Aus dem Text: „…Zum Beispiel Hartz IV: Zum Entsetzen gewerkschaftlicher Erwerbslosengruppen wird die bereits beim Zustandekommen der Schröderschen »Arbeitsmarktreform« betriebene »konstruktive Begleitung« fortgesetzt. Statt den Sinn dieser Gesetze – die massenhafte Verarmung von Erwerbslosen und den dadurch entstehenden Druck auf Tarife und Arbeitsbedingungen – offen zu benennen und die Rücknahme der »Reform« zu fordern, will der DGB-Vorstand lediglich »Webfehler« beheben und wenigstens einige Folgen für die Betroffenen abmildern…“

Siehe dazu:

Hartz IV ist nicht nur ein »Webfehler«

Gewerkschaftliche Erwerbslosengruppen fordern klare Ablehnung der »Arbeitsmarktreform« und Verankerung ihrer Arbeit in der DGB-Satzung. Ein Gespräch mit Carsten Zinn von Daniel Behruzi in junge Welt vom 20.5.06 http://www.jungewelt.de/2006/05-20/026.php

Anträge zur Organisationspolitik (pdf) http://www.bundeskongress2006.dgb.de/antraege/organisationspolitik.pdf

Anträge zur Arbeitsmarktpolitik (pdf) http://www.bundeskongress2006.dgb.de/antraege/arbeitsmarktpolitik.pdf


Aus: LabourNet, 22. Mai 2006

Cabinet's golden pension pot

Ministers will enjoy multi-million packages - and retire at 60 - while telling others to work for longer.

http://observer.guardian.co.uk/politics/story/0,,1779786,00.html


From Information Clearing House

Freitag, 19. Mai 2006

Schamloser Griff in die Tasche der Bürgerinnen und Bürger

#Die Linkspartei.PDS: Pressemitteilungen

19. Mai 2006

Heute hat der Bundestag in namentlicher Abstimmung mit den Stimmen der Regierungskoalition und gegen die Stimmen der Fraktion Die Linke. die größte Steuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik beschlossen. Dazu erklärt Dietmar Bartsch, Bundesgeschäftsführer der Linkspartei.PDS und Mitglied des Haushaltsausschusses:

Selten spüren die Bürgerinnen und Bürger die Beschlüsse des Bundestages so direkt wie bei dem heute beschlossenen Haushaltsbegleitgesetz. Der heutige Beschluss belastet die Steuerzahlen ab 1. Januar 2007 massiv. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent führt zu deutlichen finanziellen Einbußen und zu sinkender Kaufkraft. Sozialschwache, Gering- und Normalverdiener und Rentner werden künftig erheblich weniger Geld in der Tasche haben. Zu verdanken haben sie dies den Abgeordneten von Union und SPD, die selbst aufgrund ihrer eigenen Einkommens- und Vermögenssituation von den Änderungen nur eher geringfügig betroffen sind. Die strukturelle Probleme werden damit nicht gelöst. Der Anteil der Menschen, die in diesem Land von der gesellschaftlichen Teilhabe abgekoppelt werden, wird weiter wachsen. Die von SPD und Union vielbeschworene Konjunktur bleibt durch die sinkende Binnenkaufkraft auf der Strecke. Hinzu kommt die öffentlich kaum beachtete Erhöhung der Pauschalabgabe für geringfügig Beschäftigte von 25 auf 30 Prozent. Das ist pure Abkassiererei. Das heute in erster Lesung auf der Tagesordnung stehende Steueränderungsgesetz folgt der Logik der Großen Koalition und setzt die Politik der sozialen Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten fort. Mit diesem sollen die Absenkungen der Pendlerpauschale und des Sparerfreibetrages sowie der Verlust von zwei Jahren Kindergeldanspruch für 25- bis 27jährige, die sich noch in der Ausbildung befinden, festgeschrieben werden. Die Linkspatei.PDS lehnt diese einseitigen Belastungen von sozial Schwachen ab. Notwendig für dieses Land ist: Vermögende und steuerlich Leistungsfähige deutlich stärker zu belasten, Steuervergehen entschieden zu bekämpfen und die sozialen Sicherungssysteme zu modernisieren und ihre Leistungsfähigkeit zu stärken.

http://sozialisten.de/presse/presseerklaerungen/view_html?zid=32793

345 Euro plus Miete, mehr braucht der Mensch nicht zum Leben, meint die Bundesregierung, doch gilt das auch, wenn ständig alles teurer wird?

Keine Hartz-Explosion. Bundesarbeitsministerium hat ausgerechnet: Hartz IV ist kaum teurer, als Arbeitslosen- und Sozialhilfe wären

„Der Staat gibt für die Empfänger von Arbeitslosengeld II gar nicht so viel mehr aus, als sie an Arbeitslosen- und Sozialhilfe gekostet hätten. Dies hat auf Bitten der Linksfraktion im Bundestag das Arbeitsministerium unter Franz Müntefering (SPD) ausgerechnet. Die gern beschworene "Kostenexplosion" durch die 2005 in Kraft getretene Arbeitsmarktreform "Hartz IV" findet demnach nicht statt…“ Artikel in der taz vom 17.5.2006 http://www.taz.de/pt/2006/05/17/a0055.1/text


"Kostenexplosionsbericht" Arbeitslosengeld BIAJ-Stellungnahme vom 16.5.06 (pdf) http://www.arbeitnehmerkammer.de/sozialpolitik/doku/01_aktuell/ticker/2006/2006_05_16_biaj.pdf


Neubemessung der Regelsätze nach SGB XII

Nach Auswertung der Einkommens- und Verbrauchsstrichprobe (EVS) 2003 wird erstmals eine einheitliche gesamtdeutsche Regelsatzbemessung in der Sozialhilfe in Höhe von 345 Euro vorgenommen. Siehe dazu:

BMAS - Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2003 Konsequenzen für Weiterentwicklung der Regelsatzbemessung in der Sozialhilfe (SGB XII) (pdf) http://www.arbeitnehmerkammer.de/sozialpolitik/doku/01_aktuell/ticker/2006/2006_05_17_bmas_evs.pdf

BMAS - Auswertung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2003 Grundlage zur Neubemessung der Regelsätze nach SGB XII (pdf) http://www.arbeitnehmerkammer.de/sozialpolitik/doku/01_aktuell/ticker/2006/2006_05_17_bmas_evs_folien.pdf


Hartz IV. Am Bedarf vorbei gerechnet

345 Euro plus Miete - mehr braucht der Mensch nicht zum Leben, meint die Bundesregierung. Doch gilt das auch, wenn ständig alles teurer wird? Armutsforscher sind anderer Meinung. Artikel von Nicola Holzapfel in Süddeutsche Zeitung vom 18.05.2006 http://www.sueddeutsche.de/,tt1m1/jobkarriere/erfolggeld/schwerpunkt/495/37458/index.html/jobkarriere/berufstudium/artikel/126/76050/article.html

Aus dem Text: „…Für die Betroffenen ist das Ergebnis ernüchternd: Trotz deutlicher Preissteigerungen in den vergangenen Jahren wird der Regelsatz bei 345 Euro bleiben.

Denn einen Inflationsausgleich im klassischen Sinne gibt es nicht. Vielmehr wird als Bezugsgröße die ärmste Bevölkerungsschicht herangezogen – und die musste in den vergangenen Jahren den Gürtel enger schnallen….“


Aus: LabourNet, 19. Mai 2006

Donnerstag, 18. Mai 2006

Sozialhilfe: Wohlfahrtsverbände für Kürzungen bei Hartz IV, Caritas distanziert sich von Kürzungsforderungen

http://www.caritas.de/2338.asp?detail=1&id=9986&area=dcv&order=datum&pageNr=1

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Wohlfahrtsverbände für Kürzungen bei Hartz IV
Siehe dazu ein Special
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/hilfe/wohlfahrt.html


Paritätischer Wohlfahrtsverband und 1-Euro-Jobs

"Ein-Euro-Job bedeutet häufig das Gegenteil von Fördern". Paritätischer Wohlfahrtsverband hält Vorschläge zur Hartz IV-Optimierung für lebensfremd

„Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, hält die Absicht der Koalition, künftig jedem Antragsteller auf Arbeitslosengeld II ein Beschäftigungsangebot zu machen für "illusorisch". Schneider lehnt es auch ab, die Arbeitswilligkeit durch Ein-Euro-Jobs zu überprüfen. Dabei würden die Wohlfahrtsverbände nicht mitmachen, sagte er im Interview mit epd sozial in Berlin…“ Interview von Bettina Markmeyer in epd sozial vom 28.04.2006 http://www.epd.de/sozial/sozial_index_42385.html

Aus dem Text: „…So weit ich das übersehe, sind die Träger nicht bereit, die Ein-Euro-Jobs auszuweiten. Wir als Wohlfahrtsverband haben vereinbart, dass wir Langzeitarbeitslose nur dann in Ein-Euro-Jobs beschäftigen, wenn sie sich freiwillig melden. Nach dem, was Herr Brandner und andere skizzieren, sollen die Arbeitsangebote aber auch dazu dienen, die Arbeitswilligkeit zu überprüfen und Sperrzeiten zu verhängen bzw. das Arbeitslosengeld II drastisch zu senken. Für solche Überprüfungen stehen wir nicht zur Verfügung….“ Aber:


Wohlfahrtsverband setzt "Ein-Euro-Jobber" anstelle von regulären Arbeitnehmern ein

„Nach Recherchen von NDR 1 Niedersachsen setzt ausgerechnet der Wohlfahrtsverband der ‚Paritätische’ sogenannte Ein-Euro-Jobber zumindest teilweise anstelle von regulären Arbeitnehmern ein. In einer Einrichtung des betreuten Wohnens in Adendorf bei Lüneburg übernimmt der ‚Paritätische’ beispielsweise den Grundservice für Pflegebedürftige und Behinderte. (…) Der Einsatz der Billigkräfte ist für den Paritätischen kostenlos, selbst der "eine Euro" pro Stunde kommt von der Arbeitsverwaltung. Die Bewohner allerdings müssen monatlich die vollen
127,82 Euro für den Grundservice des ‚Paritätischen’ zahlen und zwar im voraus. Das geht aus dem Vertrag hervor, der NDR 1 Niedersachsen vorliegt, den Behinderte und Pflegebedürftige mit dem ‚Paritätischen’ für ihre Grundversorgung schließen müssen…“ NDR1-Meldung vom 11.05.2006 http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID2599426,00.html


Arbeitsagentur stoppt Fördergelder für Paritätischen in Lüneburg

„Der Einsatz von Ein-Euro-Jobbern hat für den Wohlfahrtsverband Paritätischer erste Konsequenzen. Die Regionaldirektion der Arbeitsagenturen habe die Fördermittel für den Paritätischen in Lüneburg vorerst eingefroren, berichtete NDR 1 Niedersachsen am Mittwoch. Die Ein-Euro-Jobber seien mittlerweile abgezogen worden, so die Lüneburger Arbeitsgemeinschaft von Landkreis und Arbeitsagentur (ARGE). Der Verband hatte von Pflegebedürftigen Geld für den Einsatz der Ein-Euro-Jobber kassiert, obwohl die Mitarbeiter von der Arbeitsagentur bezahlt wurden. Der Wohlfahrtsverband hat NDR 1 Niedersachsen diese Praxis bestätigt. Für rechtswidrig hält er sein Vorgehen nicht…“ NDR1-Meldung vom 17.05.2006 http://www1.ndr.de/ndr/ndr_pages_std/0,,OID2616304,00.html


Aus: LabourNet, 19. Mai 2006

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Wohlfahrtsverbände für Kürzungen bei Hartz IV

Hintergründe zur Stellungnahme der Diakonie

Kommentar von Erwin Denzler vom 20.05.06 im tacheles-Forum http://www.tacheles-sozialhilfe.de/forum/thread.asp?FacId=429230

Aus dem Text: „…Die Diakonie ist damit nicht nur einer der größten Arbeitgeber überhaupt, sondern auch einer der größten Niedriglohn-Arbeitgeber. Für Arbeitsplätze in den W-Gruppen dürfte es jetzt schon so sein, daß das Netto-Gehalt kaum attraktiver ist als SGB-II-Leistungen. Fachkräfte wie Krankenschwestern, Altenpflegerinnen oder Erzieherinnen werden zwar noch relativ gut bezahlt im diakonischen Dienst. Aber auch für sie ist in allen Ländern eine Diskussion über die Absenkung der kirchlichen Tarifgehälter im Gange, im Bereich der Landeskirche Hessen-Nassau wurde sie schon umgesetzt. Deshalb könnte die Befürchtung schon zutreffen, daß man bald keine motivierten Bewerber mehr finden kann, falls die Hartz-IV-Leistungen nicht deutlich gesenkt werden…“

Stellungnahme der Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Susanne Kahl-Passoth, zur persönlichen Erklärung von Präsident Dr. Jürgen Gohde zur „Reform des SGB II" vom 17.05.2006

„Mit großer Betroffenheit hat das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) die als persönlich bezeichnete Erklärung des Präsidenten des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dr. Jürgen Gohde, zur Kenntnis genommen. In der Erklärung, die unter anderem gemeinsam mit Vertretern des Städte- und Landkreistages sowie dem Deutschen Roten Kreuz und der Arbeiterwohlfahrt herausgegeben worden ist, wird u.a. gefordert, die passiven Leistungen für Hartz IV-Empfänger zu senken und die Inanspruchnahme von Sozialleistungen zurückzuführen. Wir distanzieren uns insbesondere von inhaltlichen Aussagen und Bewertungen, die den vorgenannten Zusammenhang betreffen ...“ Stellungnahme vom 19.05.2006 http://www.diakonie-portal.de/Members/Kotnik/presse/DiakonieundHartzIV/ImageDoc_view


Aus: LabourNet, 22. Mai 2006

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SOGA - Sozialinitiative gegen Armut und Ausgrenzung - Neumünster e.V. weitere Informationen unter http://www.soga-nms.net


Wasser predigen und Wein saufen!

In Neumünster soll mit Mitteln aus dem europäischen Sozialfond, einen Betrag 479.500 EUR, das schon bestehende Sozialkaufhaus im Parkcenter erweitert werden. 45 Ein-Euro-Jobs sollen nach dem Willen der Diakonie geschaffen werden.

Ein paar Tage später fordert der Präsident der Diakonie Dr. theol. h. c. Jürgen Gohde gemeinsam mit dem deutschen Städtetag, dem Deutschen Landkreistages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und wie kann es anders sein, der Arbeiterwohlfahrt eine Kürzung der Regelsätze im Arbeitslosengeld II.

Es geht uns nicht darum, EIN-EURO-JOBs zu verteufeln, nur sollten diese mit den Betroffenen genau definiert werden. Die AWO selbst hat in einer Presseveröffentlichung vom 20.12.2004, geschrieben:

"Nach Ansicht der AWO darf in der Debatte um die Höhe des Existenzminimums nicht übersehen werden, dass zur Grundsicherung Zuschüsse für Miete und Heizung, ein Kinderzuschlag sowie Übergangsgelder hinzu zu rechnen sind. Die Einkommenshöhe reicht damit an die Niedriglohnsektoren heran. Beim Arbeitslosengeld II stocken Möglichkeiten des Hinzuverdienstes sowie die gemeinnützigen Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung die Einkommen weiter auf."

Diese Presseveröffentlichung der AWO, zur Expertise des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPWV) zur Grundsicherung für Arbeitssuchende, kritisierte die Regelsätze die um 19 % unter dem früheren Sozialhilfeniveau liegen würden. Hier wird demnach dem Lohndumping über die EIN-EURO-JOBs das Wort geredet. Die AWO handelt also frei nach dem Motto: "Wer nicht im EIN-EURO-JOB arbeiten will, kann ruhig unter das soziokulturelle Existenzminimum fallen."

Mit scharfer Kritik hat deshalb der Hauptgeschäftsführer Dr. Ulrich Schneider, des paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPWV) die auch von einzelnen Wohlfahrtsverbänden, hier die AWO und Diakonie die erhobene Forderung nach einer Senkung von Hartz-IV-Leistungen zurückgewiesen: "Forderungen nach weiteren Leistungskürzungen sind angesichts des Umfangs sozialer Not unverantwortlich. Wer Kürzungen fordert, lenkt von den eigentlichen Problemen ab", sagte DPWV-Hauptgeschäftsführer Dr. Ulrich Schneider. Der Verweis auf angeblich zu hohe Leistungsansprüche oder eine zu geringe Arbeitsmotivation gehe an den sozialen Realitäten vorbei, sagte Schneider.

Wir fordern deshalb die Diakonie auf, das Sozialkaufhaus, das sicherlich eine gute Idee ist, mit festen Arbeitkräften einzurichten. Schaffen wir endlich Arbeit, von der ein Mensch auch leben kann. Es kann nicht sein, das ein Sozialkaufhaus mit öffentlichen Geldern ausgerechnet im Parkcenter errichtet wird, während kleine Einzelhändler in Neumünster reihenweise um ihre Existenz kämpfen müssen.

Jürgen Habich,
Vorsitzender und Sozialberatung der SOGA e.V.

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Wuppdika den Wohlfhartsbonzen

„Für die Wohlfahrtsverbände war der 5. Transbergische Triathlon ein Anlass in die Offensive zu gehen. Fix haben sie zwei Tage vor dem Start gefordert, das ALG II zu kürzen. Die Überflüssigen kamen der Bitte des TTs gerne nach, den von den Armendisziplinierungsverbänden produzierten Müll umgehend dort wieder abzuliefern…“ Bericht von Minna Knallenfalls vom 22.05.2006 bei indymedia http://de.indymedia.org/2006/05/147767.shtml


Aus: LabourNet, 23. Mai 2006

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Wohlfahrtsverbände für Kürzungen bei Hartz IV

Ein-Euro-Jobs als lukratives Geschäft. Wohlfahrtsverbände im Hartz IV-Kürzungswahn.

Das schöne Wort Gemeinnützigkeit soll sich noch mehr in eine Nutzungsberechtigung für extrem billige Arbeitskräfte verwandeln. Artikel von Wolfgang Lieb in Freitag vom 26.05.2006 http://www.freitag.de/2006/21/06210201.php


Aus: LabourNet, 31. Mai 2006

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Präsident des Diakonischen Werkes der EKD hat Amt niedergelegt

Von: Frank Steger
vorstand@berliner-arbeitslosenzentrum.de
Datum: Thu, 22 Jun 2006 10:42:52 +0200

Folgende Pressemiteilung des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland gebe ich euch/Ihnen zur Kenntnis. Sie zeigt, dass die Einschätzung richtig war, dass der Präsident mit seiner Unterschrift unter die von den kommunalen Spitzenverbänden verbreitete "Persönliche Erklärung zur Reform des SGB II" nicht für "die" Diakonie gesprochen hat. Aufgrund des großen Unmuts innerhalb von Kirche und Diakonie, den das Verhalten Jürgen Gohdes ausgelöst hat, hat er jetzt sein Amt niedergelegt.

Frank Steger
Berliner Arbeitslosenzentrum (BALZ) e. V. Vorstand - Kirchstr. 4 - 14163 Berlin Tel. (0 30) 8 01 40 61 - Fax (0 30) 8 02 63 07

E-Mail: vorstand@berliner-arbeitslosenzentrum.de
http://www.berliner-arbeitslosenzentrum.de


Berlin, den 21. Juni 2006

Die Pressesprecherin des Diakonischen Werkes der EKD gibt folgende Erklärung des Diakonischen Rates der EKD bekannt:

"Der Diakonische Rat hat sich in seiner heutigen planmäßigen Sitzung in Berlin unter anderem mit der von Präsident Dr. h.c. Jürgen Gohde mitunterzeichneten "Persönlichen Erklärung zur Reform des SGB II" (15. Mai 2006) befasst. In diesem Zusammenhang wurde im Diakonischen Rat, dem Aufsichtsorgan der Diakonie, die Frage der weiteren gedeihlichen Zusammenarbeit erörtert. Der Rat ist nach intensiver Diskussion zu der Auffassung gelangt, dass die Grundlagen hierfür nicht mehr bestehen. Daraufhin hat Präsident Dr. h.c. Jürgen Gohde sein Amt niedergelegt."

Kirchenpräsident Eberhard Cherdron, Vorsitzender des Diakonischen Rates der EKD

Rückfragen richten Sie bitte an:

Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V.
Barbara-Maria Vahl
Pressesprecherin
Diakonie-Pressestelle
Reichensteiner Weg 24
14195 Berlin-Dahlem
Telefon (030) 8 30 01-130
Fax (030) 8 30 01-135
E-Mail: pressestelle@diakonie.de
Internet: http://www.diakonie.de



http://freepage.twoday.net/search?q=Wohlfahrtsverb%C3%A4nde

Mittwoch, 17. Mai 2006

Gesponsert vom Arbeitsamt

Die Debatte um bezahlte Sendungen der Bundesagentur nützt auch den Neoliberalen.

http://www.telepolis.de/tp/r4/artikel/22/22680/1.html

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